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Kommentar

von Manfred Rademacher

Minderheitsregierung - eine beschlossene Sache

Endlich! Großes Aufatmen bei den SPD- und Grünenwählern. Wie von Uli Kelber, dem SPD-Bundestagsabgeordneten aus Berlin der HBB-Redaktion per Mail mitgeteilt wurde, wird es eine Minderheitsregierung (SPD/Grüne) in NRW geben.

Denn die Wählerschaft hatte das herumeiern, wer künftig in NRW regiert, satt! Sicherlich auch die SPD in Berlin. Wir haben zahlreiche Mails erhalten, die sich allesamt ein Zusammengehen der SPD mit den Grünen, unter der Führung von Hannelore Kraft, wünschten. Bei einer HBB-Umfrage in Bonn wurde von den Bürgerinnen und Bürgern Klartext gesprochen: „Weg mit Rüttgers und den Mitläufern der FDP, die es nicht können. Denn ein Rüttgers wurde mit über zehn Prozent abgewählt und so auch die FDP, die in Berlin kein Bein auf die Erde bekommt und schon gar nicht in NRW.“

Große Stücke halten die Bonner Bürgerinnen und Bürger von Hannelore Kraft und Silvia Löhrmann, die die Studiengebühren abschaffen und zur Freude vieler Menschen auch das Schulsystem umgestalten wollen. Da liegen die NRW-SPD und die Grünen auf einer Wellenlänge. Die beiden Frauen, Hannelore Kraft von der SPD und Sylvia Löhrmann von den Grünen sind viele Jahre in der Politik und haben das Zeug zum Regieren. Und wer da sagt, dass Frau Kraft „machtgeil auf das Amt“ sei, der sollte sich aus der Politik heraus halten und seine schwarz-gelbe Parteibrille absetzen. Denn beide Damen sind volksnah und haben das Zeug für einen Politikwechsel, die die Wähler so wollen!

Es wird Zeit, dass ein frischer Wind in die NRW-Regierung kommt. Diese Entscheidung der Minderheitsregierung ist für unser Land sehr wichtig, damit auch den unsinnigen Vorhaben der schwarz-gelben Regierung (Verlängerung der Laufzeiten der Atomkraftwerke, Kopfpauschale und anderes mehr) im Bundesrat widersprochen werden kann. Denn, was Merkel und Westerwelle in Berlin verzapfen, ist haarsträubend. Wer sich die Umfrageergebnisse anschaut, stellt schnell fest, dass die beiden „Macher“, Mutti Merkel und Onkel Westerwelle, am Boden sind.

Als "positives Signal" kommt von Bonns neuem Landtagsabgeordneter Bernhard "Felix" von Grünberg die Entscheidung der NRW-FDP, die gemeinsame Regierungsarbeit mit der CDU für erledigt betrachtet. Damit, so erklärte der liberale Landeschef Andreas Pinkwart in einem heute veröffentlichten Zeitungsinterview, sei die Verpflichtung zum Konsens mit den Christdemokraten aufgehoben. "Die FDP hat damit ihre Kette an die CDU abgestreift", so von Grünberg. "Nach zahlreichen und bundesweiten Signalen einer Neuorientierung der FDP wird damit der Weg frei, auch mit den Liberalen in NRW über Gemeinsamkeiten beispielsweise in der Schul-, der Innen- und der Rechtspolitik zu sprechen und gemeinsame Inhalte durchzusetzen."

Den nun von SPD und Grünen geplanten Schritt hin zu einer Minderheitsregierung hält von Grünberg für konsequent. "Wenn sich eine 'Regierungsmannschaft' so wie nun die FDP von ihrem bisherigen Mitspieler im Kabinett distanziert, kann man von einer arbeitsfähigen Regierung für unser Land wahrlich nicht mehr sprechen. Wir sehen uns daher jetzt in der Pflicht, für eine handlungsfähige Landesregierung zu sorgen. Das kann auch eine Minderheitsregierung sein, die - als Team - parlamentarische Gestaltungsspielräume für ihre Vorhaben auslotet. Gerne auch mit den Liberalen!" 

Links, die Sie schmunzeln oder lachen lassen!

Einfach draufklicken

http://www.youtube.com/watch?v=ADReOp_Zkvg

 http://www.youtube.com/watch?v=k94v0IAcT3A&NR=1

 

Aussteigerprogramm und Resozialisierung

für gemäßigte FDP-Mitglieder
Anlässlich ständig sinkender Beliebtheit der FDP fordert Jürgen Trittin, Fraktionsvorsitzender der Grünen: "Wir dürfen nicht länger tatenlos zuschauen, wie immer mehr unschuldige FDP-Basismitglieder durch Äußerungen und Auftreten ihrer Parteiführung und ihrer Regierungsmitglieder an den Rand der Gesellschaft geraten. Menschlichkeit und Mitgefühl über Parteigrenzen hinweg sind das Gebot der Stunde, gerade zur Osterzeit. Wir fordern deshalb ein bundesweites Aussteigerprogramm für gemäßigte FDP-Mitglieder. In der nächsten Sitzungswoche werden wir einen entsprechenden Antrag in den Bundestag einbringen und alle Fraktionen auffordern, diesem zuzustimmen. Eine von der breiten Mehrheit des Deutschen Bundestages getragene Initiative wäre ein wichtiges Signal sowohl an Ausstiegswillige wie auch an die Mehrheitsgesellschaft: Der Weg zurück in die Mitte der Gesellschaft ist auch für FDP-Mitglieder offen.
Das Aussteigerprogramm soll neben der Möglichkeit, in schweren Fällen mit einer neuen Identität jenseits der FDP noch einmal von vorn zu beginnen, speziell zugeschnittene Integrationskurse beinhalten. Der Schwerpunkt muss dabei auf der Vermittlung von grundlegenden Sozialkompetenzen und -verhalten liegen. Hierbei kann auf die Erfahrungen aus den Alphabetisierungskursen für Zuwanderer zurückgegriffen werden. Außerdem ist zu prüfen, ob es eine Verpflichtung zur Teilnahme am Anti-Egoismus-Training geben muss.
Unbedingt gestärkt werden muss auch die Prävention, insbesondere für Kinder. Kinder aus FDP-Familien sollten so früh wie möglich in Kitas gehen und dort im Umgang mit Kindern aus anderen Umfeldern auf spielerische Weise lernen, dass es eine Welt jenseits von Blau-Gelb gibt. Selbstverständlich müssen die Erzieherinnen speziell auf die Arbeit mit kleinen Besserwissern vorbereitet werden. In kindgerechten Sprachkursen soll den Kleinen vermittelt werden, dass nicht jeder Satz mit dem Wort "ich" beginnen muss. Dass es in diesen Kitas keine Guidomobile geben darf, ist selbstverständlich."

Deutsche Annington im Aufwind

HBB. Was hat die größte Siedlungs- und Immobiliengesellschaft hierzulande, mit rund 250.000 Wohneinheiten, nicht alles an Negativschlagzeilen schlucken müssen. Fernsehteams rückten an und drehten eine Negativgeschichte nach der anderen. Aber auch der Bonner Hardtberg-Bote sowie die Kollegen der schreibenden Zunft der Tageszeitungen deckten die herrschenden Wohnungsmissstände auf. Und nicht zuletzt der Bonn-Hardtberger Wirtschafts- und Bürgerverein (WuB) meldete zahlreiche Missstände der Wohnungen an die Annington. Alle fragten sich: Warum hilft die Deutsche Annington ihren Mietern nicht? Warum muss denn eine ältere Frau drei Wochen lang bei Minustemperaturen weit unter Null in der Wohnung frieren? Die Annington rührte sich nicht, als die frierende Mieterin der Annington ihre Misere meldete. Kein Handwerker wurde von der „Heuschrecke“, wie sie der Chef des Bonner Mieterbundes, Bernhard von Grünberg, und auch viele Mieter nennen, beauftragt der Mieterin zu helfen. Dies war kein Einzelfall. Erst als die Presse eingeschaltet wurde, rührte sich die Annington.

Warum wird einer Frau in einer schimmelbefallenen Wohnung, die sie krank macht, nicht geholfen? Drei Jahre lang hat sie gekämpft, mit horrenden Anwaltskosten, aber die Deutsche Annington blieb stur. Sie nahm auch eine 50-prozentige Mietminderung hin. Erst als sich der Wirtschafts- und Bürgerverein eingeschaltet hatte, so auch den Mieterbund, das Fernsehen und die Landtagsabgeordnete Renate Hendricks mit ins Boot nahm sowie auch die Printmedien, den Hardtberg-Boten, der ausführlich über die Wohnungsmissstände berichtete, so auch den Bonner General-Anzeiger, reagierte die Annington positiv für ihre Mieterinnen und Mieter. Sicherlich spielten auch zwei Mieterversammlungen, an der auch Vertreter der Annington teilnahmen, eine Kehrtwendung von 180 Grad.

Es kann doch nicht angehen, dass Mieter, die treu und brav jeden Monat ihre Miete bezahlen, so von ihrem Vermieter mit Füßen getreten werden. Wer Wohnblocks aufkauft, die teilweise im Jahr 1958 gebaut wurden, muss damit rechnen, dass hier und dort Reparaturen anfallen. Und diese auch zum Wohle der Mieter in Ordnung gebracht werden müssen.

Der WuB-Vorstand, mit Antje Krien und Manfred Rademacher in Front, ist überaus glücklich, dass sich dank ihres Einsatzes für die Mieter inzwischen einiges getan hat. Rademacher: „Es ist zwei Mitarbeitern der Deutschen Annington zu verdanken, und zwar Herrn Dirk T. Schmitt und Herrn Ralf Krämer, die sich vehement für die Mieter eingesetzt haben, so dass inzwischen ein deutliches Licht im Annington-Tunnel zu sehen ist. Es ist seitens der Annington in letzter Zeit zugunsten der Mieter geschehen. Man kann nur hoffen, dass die Annington einsichtig ist und ihre zur Zeit positiven Aktivitäten beibehält.“ Unser Test bei der Annington-Hotline war ebenfalls sehr angenehm: Freundliche Stimmen, die sofort Hilfe versprachen. Ein altes Sprichwort sagt: „Du sollst den Tag nicht vor dem Abend loben.“ Aber wie sagte doch Dirk Schmitt, Bereichsleiter Konzernkommunikation Deutsche Annington Immobilien, bei der letzten Mieterversammlung recht deutlich: „Wir wollen doch, dass Sie als Mieter zufrieden sind!“

Offener Brief

Hallo, Mister Westerwelle,

ich habe ja Verständnis, dass Sie sauer sind. Wer möchte schon als Außenminister bei der Afghanistankonferenz in London in der letzten Reihe sitzen und keine Anerkennung in der Welt erhalten, wo Sie doch, wie Sie selber sagen, die „Freiheitsstatue der Bundesrepublik Deutschland“ seien. Das ist nicht komisch, aber verdammt lächerlich. Und was sagen die Bürgerinnen und Bürger dazu: armselig. Genauso lächerlich war Ihr Auftritt mit dem Guido-Mobil, im RTL-Container und den besohlten 18 Prozent unterm Schuhwerk.

Soll man Sie und die FDP wirklich noch ernst nehmen? Was für ein Ausspruch von Ihnen: „In Deutschland passieren noch andere Sachen und in der Welt auch!“ Geistreich - da muss erst mal einer drauf kommen. Was meinen Sie eigentlich damit? Sie müssen doch nicht gleich auf jeden Klamauk-Zug aufspringen, um für Negativstimmung im Volke zu sorgen. Und müssen Sie unbedingt dem aus dem Untergrund aufgetauchten Wolfgang Gerhardt von Ihrer Partei der Besserverdienenden alles so wörtlich nehmen? Der da sagte: „Die Stimme der FDP muss hörbar sein!“

Glauben Sie dem Gerhadt: „Es darf jetzt kein Fehler gemacht werden. Wir sind regierungsbeteiligt“. Und was machen Sie, ziehen über die Langzeitarbeitslosen, die Hartz IV-Empfänger, her und stufen sie als faul, kriminell und Sozialschmarotzer ein. Wissen Sie eigentlich, wie einer Frau oder einem Mann um die Fünfzig oder jünger, der seinen Arbeitsplatz verloren und mehr als 1000 Bewerbungen geschrieben hat, zumute ist, wenn er einen solchen Schwachsinn von Ihnen über die Medien zu hören bekommt? Mister Westerwelle, Sie haben Recht, dass es Hartz IV-Betrüger gibt. Faule, die nicht arbeiten wollen. Gibt es nicht auch  korrupte Politiker und Manager! Wollen Sie deshalb die Politiker und Manager abschaffen? Es gibt auch andere Berufsgruppen, die nicht funktionieren: Polizisten beispielsweise, die kriminell sind. Sollen die alle weg ...

Mir ist die Lust vergangen, Ihr Gelaber, Ihre Selbstbeweihräucherung, anzuhören. Es ist traurig, dass Sie die Ärmsten in dieser Republik so nieder machen und mit Ihrer Hetzkampagne das Volk gegeneinander aufhetzen. Ihnen ist doch Hartz IV egal. Was Sie wollen, ist doch ganz einfach: Mit diesen Angriffen auf die Langzeitarbeitslosen schüren Sie immer weiter großen Hass in der Bevölkerung, um aus dem Umfragetief herauszukommen. Das ist doch Ihr Ziel! Verkaufen Sie doch nicht die Menschheit für dumm! Die Wählerinnen und Wähler sind schlauer als Sie denken!

Mister Westerwelle, falls Sie es nicht mehr wissen sollten: Sie sind Außenminister und Vize-Kanzler,  und ich will, dass Sie mehr Verantwortungsbewusstwein für die Menschen hierzulande an den Tag legen. Was halten Sie eigentlich von mehr Menschlichkeit. Ich sage Ihnen, wir alle kommen gut ohne Sie aus. Wir brauchen Sie nicht. Wir brauchen auch keine FDP-Verantwortlichen, die vor Ihnen kuschen! Aber Sie brauchen das Volk! Die nächste Bundestagswahl kommt bestimmt, so auch schon die nächste NRW-Wahl am 9. Mai 2010. Hoffentlich bekommt dann die FDP ihre Quittung für Ihre Hetze gegen das kleine Volk, gegen die armen Menschen! Gegen die armen Kinder, die Ärmsten in dieser Republik.

Es ist schon sonderbar, wenn Sie Mister Westerwelle eine Debatte hochziehen und nicht sagen, was geändert werden soll? Ach ja, hatte ich es doch vergessen: Die Langzeitarbeitslosen, die unverschuldet in die Arbeitslosigkeit gehen mussten und gerne wieder arbeiten möchten, die sollen ja nach ihrem Willen alle Schneeschippen. Was die ja in Hamburg massenhaft, ohne ihren „schlauen“ Hinweis, längst getan haben. Wie sagte doch so schön die CDU-Ministerin von der Leyen zaghaft: „Der Ton macht die Musik. Die Töne dürfen nicht mehr so schroff und schrill sein!“ Und was sagt der SPD-Chef Gabriel: „Anders als schrill kommt Westerwelle ja nicht durch. Er versucht mit Lautstärke die Dummheit der Argumente zu übertönen. In Wahrheit hetzt er Menschen gegeneinander auf.“ Und merken Sie sich mal eins, Mister Westerwelle, wer schreit hat immer Unrecht! Da ist ein Mister Rüttgers, seines Zeichen vor der NRW-Wahl, väterlich ganz anders drauf: „Man darf die Leute nicht beschimpfen, man muss versuchen, die Menschen zusammenzuhalten und mitzunehmen,“ sagt er. An diesem Herrn Rüttgers sollten Sie sich mal ein Beispiel nehmen. Jedoch nicht bei Vermietungen von Standplätzen und Gesprächshonoraren.

Übrigens: Was mischen Sie sich eigentlich als Außenminister in die Innenpolitik ein. Ich empfehle Ihnen: Setzen Sie sich in den nächsten Flieger und jetten Sie meinetwegen mit Ihrem männlichen Gspusi auf eigene Kosten - und nicht auf Kosten der Steuerzahler - weiter um die Welt. Oder lassen Sie sich zum Wohle der Menschen in Richtung Mond schießen! Dabei pauken Sie kräftig Englisch-Vokabeln, damit Sie sich und uns in der Welt nicht weiter blamieren - als Außenminister und Vize-Kanzler – ohne staatsmännische Manieren, ohne Gespür für die Menschlichkeit!

Was muss ich da lesen: „Nach offiziellen Angaben des Bundestages hat Westerwelle als damaliger Oppositionsführer für 35 der 36 Reden ein Honorar der Stufe drei kassiert, also jeweils über 7.000 Euro. In der Summe ergeben sich also rund 250.000 Euro Honorare für die Jahre 2005 bis 2009. Die genaue Höhe geht aus der Aufstellung des Parlaments nicht hervor. Oppermann sagte, solange Westerwelle nicht jedes einzelne dieser Honorare von sich aus in genauer Höhe offenlege, bestehe der Verdacht, dass er über Jahre unter anderem von Banken und Hotelketten ‚angefüttert’ worden sei: Nach dem Motto: Wes Brot ich ess', des Lied ich sing. Der Parlamentarische Geschäftsführer der Grünen, Volker Beck, schloss sich der Forderung an und erklärte: Transparenz dient der Sichtbarkeit, ob politisches Handeln am Allgemeinwohl orientiert oder durch andere Kräfte motiviert ist."

Und hier ein paar Pressestimmen, die Sie sicherlich interessieren: Die "Mittelbayerische Zeitung" aus Regensburg zieht mit Ihnen ins Gericht: "Der Vizekanzler muss sich nicht nur vorwerfen lassen, dass er sich für seine Gäste als Türöffner zu Präsidenten und Unternehmern betätigt, zu denen Normalsterbliche niemals Zutritt hätten. Der FDP-Chef muss sich auch noch vorhalten lassen, dass er politische und private Interessen nicht auseinanderhalten kann. Im Vergleich dazu war die Affäre von Ulla Schmidt, die sich den Dienstwagen an ihren Urlaubsort chauffieren ließ, eine Lappalie."
Die "Rhein-Neckar-Zeitung" aus Heidelberg schreibt: "Gemessen an der geringfügigen Begünstigung eines angeheirateten Vetters in der Briefbogenaffäre 1992, die Jürgen Möllemann das Amt des Wirtschaftsministers kostete, wäre Westerwelle eigentlich ablösungsreif. Denn das ist nicht Wirtschaftsliberalismus, sondern Vetternwirtschaft pur. Der Außenminister macht sich und uns unmöglich."
Auch von der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung" kommt wenig Entlastendes: "Das böse Wort Günstlingswirtschaft steht im Raum. Und die wütenden Trotzreaktionen, mit denen Westerwelle es aus der Welt reden will, machen es nur noch schlimmer. Sollte sich - nur ein Beispiel - bestätigen, dass Vertreter von Firmen bei Dienstreisen des Vizekanzlers mit an Bord waren, an denen Verwandte Westerwelles beteiligt sind, bekäme der provokante Satz von der 'spätrömischen Dekadenz', in der Westerwelle die Besitzstandswahrer des hiesigen Sozialstaates wähnt, eine ganz neue, eine hässliche Note."

Ich rufe Ihnen zu: „Bleiben Sie ruhig und relaxen Sie! Wie würden Sie übersetzen? „Calm down and relax.“ Und lassen Sie Ihre Wutausbrüche wo auch immer raus, nicht vor Kameras und Mikrofonen, denn es ist langweilig und bringt die Zuschauer zum Kochen. Es nützt nichts, Sie gleiten nur noch mehr in den Sumpf!

Es grüßt aus Bonn, Ihrer Wahlheimat, Manfred Rademacher!

Kommentar

„Ohne Ihre Unterstützung, Herr Rademacher, hätte uns die Annington das Fell über die Ohren gezogen. Vielen Dank für Ihre Arbeit“, sagte eine ältere Dame kürzlich, der, wie rund 200 weiteren Mieterinnen und Mietern der Deutschen Annington in Bonn, kurz vor dem Jahreswechsel eine saftige Nebenkostenabrechnung des Jahres 2008 auf den Tisch flatterte. Beträge von 1700 Euro und mehr wollte die „Heuschrecke“ Annington abkassieren. Zahlreiche ältere Mieterinnen erkrankten über diese Annington Abzocke (mehr unter "Schlagzeilen" auf der Seite 1). Viele andere Mieterinnen und Mieter schlossen sich des Dankes an. Zwei Mieterinnen brachten gar als Dankeschön Süßes vorbei.

Denn zusammen mit dem Bonner Mieterbund, insbesondere mit dem Chef, Bernhard von Grünberg, haben wir es vom Wirtschafts- und Bürgerverein Hardtberg geschafft, dass für 2008 kein einziger Cent mehr an die Annington zu zahlen ist, weil nunmehr die Neuberechnung in 2010 erfolgte und damit die Nebenkostenabrechnung 2008 verjährt ist. Ganz erstaunt waren die Annington-Mieter, dass sie jetzt aufgrund der Neuberechnung teilweise Geld zurückerhalten, das mit der März-Miete verrechnet wird. Allerdings sollten alle Mieter, die im Jahr 2007 rund 500 Euro und mehr zurück bekamen und sie diesmal für 2008 nur noch 190 Euro und weniger als Gutschrift erhielten, sich vom Bonner Mieterbund hinsichtlich der Neuberechnung beraten lassen. Dringend erforderlich. Lassen Sie sich nicht über den Tisch ziehen. Eine Mieterin wurde nur mit 22 Cent „beglückt“, obwohl sie noch für 2007 fast 500 Euro Guthaben bei der Annington hatte.

Also, liebe Mieter, auf zum Bonner Mieterbund und lasst die Neuberechnung prüfen! Verschenkt nicht einen Euro an die Annington, auch wenn sie euch für die schlaflosen Nächte und Magenschmerzen nunmehr einen Fleurop-Gutschein von 15 Euro schenken will. Lächerlich für die größte Siedlungs- und Immobiliengesellschaft der Bundesrepublik, mit rund 250.000 Wohnungen! Das bezahlt doch die Annington aus der Portokasse!

Schade eigentlich, dass sich kein Kommunalpolitiker aus dem Hardtbergbereich für die Mieter der Annington eingesetzt hat. Na ja, die Kommunalwahlen sind vorbei und warum soll man sich denn da Arbeit aufhalsen! Sie kommen dann erst wieder auf die Straßen und Plätze, mit Kugelschreibern und Röschen in der Hand, wenn die nächste Wahl ansteht.

Ein großes Lob an die SPD-Landtagsabgeordnete Renate Hendricks, die sich persönlich mit dem SPD-Bundestagsabgeordneten Ulrich Kelber um diese Sache kümmerte, aber auch die Sanierungen ansprechen will, die manches Annington-Gebäude nötig hat. Beide werden in der Teppichetage der Deutschen Annington bald schon ein Gespräch führen und alle Missstände der Wohnungen dort vorbringen.

Sie haben auch Wohnungsmängel zu beklagen? Dann schicken Sie Frau Renate Hendricks Ihre Beschwerden oder rufen Sie im Bürgerbüro Renate Hendricks, MdL, in der Oskar-Walzel-Straße 9, 53113 Bonn an. Bürozeiten: Montag von 9.00 bis 16.00 Uhr, Dienstag - Donnerstag von 9.00 bis 13.00 Uhr, Tel.: 02 28 - 422 8486, Fax.: 02 28 - 422 8693,

Mail: renate.hendricks.wk-bonn@landtag.nrw.de, Internet: www.renate-hendricks.de.

Manfred Rademacher

Erneut veröffentlicht der

„Gläserner Abgeordnete“ Kelber seine Steuerdaten

HBB. Sie sind neugierig, was ein Bundestagsabgeordneter verdient und sonstige Zuwendungen erhält? Dann klicken Sie bei (www.ulrich-kelber.de) rein. Denn Bonns SPD-Bundestagsabgeordneter Ulrich Kelber hat zum neunten Mal in Folge die Basisdaten seiner Steuererklärung offen gelegt. Die Informationen für das Jahr 2008 werden nicht allein auf seiner Website bekanntgegeben, sondern auch in seinem Bürgerbüro in Bonn-Poppelsdorf (Clemens-August-Straße 64) zu erhalten. Kelber, der 2007 die Auszeichnung als „transparentester Abgeordneter“ des Deutschen Bundestags erhalten hat, veröffentlicht die Daten, seit er dem Deutschen Bundestag angehört. À la bonne heure, Herr Kelber!

Auf der Website listet Bonns Bundestagsabgeordneter neben seinen Einnahmen auch die Details seiner Amtsausstattung auf, berichtet über alle Dienstreisen, erläutert sein Abstimmungsverhalten zu allen strittigen Themen und informiert über Gespräche mit Lobbyisten. „Transparenz ist das Wichtigste in der Politik. Die positiven Reaktionen auf meine Offenlegung zeigen, dass die Bürger diese Transparenz erwarten und gutheißen“, erläutert Kelber.

Als Bundestagsabgeordneter hat Kelber im Jahr 2008 genau 87.826 Euro erhalten. Aus Aufsichts- und Beiräten bezog er 4.553 Euro, von denen der Abgeordnete einen Teil an den Ehrenfonds des Stadtrats abgeführt hat, außerdem spendete Kelber in 2008 4.416 Euro. Als stellvertretender Fraktionsvorsitzender erhielt er von der SPD-Bundestagsfraktion eine Aufwandsentschädigung von rund 44.034 Euro. Alle anderen Funktionen und Ämter Kelbers sind ehrenamtlich, er erhält keine Zuwendungen von dritter Seite.

Insgesamt musste Kelber, der verheiratet ist und fünf Kinder hat, 31.695 Euro Einkommenssteuer und 1.251 Euro Solidarzuschlag zahlen. "Ich habe kein Verständnis für die Kollegen im Deutschen Bundestag, die das Parlament mit Klagen überziehen, um die Veröffentlichung Ihrer Nebeneinkommen zu verhindern. Wer Mitglied im Entscheidungsgremium unseres Landes sein will, muss seine Unabhängigkeit, beziehungsweise seine finanziellen Kontakte, offenlegen", erläutert Kelber seine Transparenz-Offensive.

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