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SPD-Politikerin Hendricks bedankte sich

 mit Rosen bei ihrer Wählerschaft

MRad. „Die SPD-Politikerin hat Stil“, sagte eine ältere Dame der HBB-Redaktion und freute sich über eine wunderschöne langstielige rote Rose aus der Hand der Landtagsabgeordneten Renate Hendricks. Zusammen mit den Duisdorfer SPD-Mitglieder verteilte die sympathische SPD-Politikerin rote Rosen auf dem Schickshof und auf der Rochusstraße, der Einkaufsstraße von Duisdorf, im kleinsten Stadtteil von Bonn. Zuvor sagte Frau Hendricks auf dem Brüser Berg mit ihrer Rosen-Schenk-Aktion danke an die Wählerinnen, natürlich kam da auch nicht die männliche Wählerschaft zu kurz. Der CDU-Politiker Gerhard Lorth frotzelte, dass die SPD als Verlierer der NRW-Wahl jetzt auch noch Rosen verteile. Frau Hendricks klärte den CDU-Mann kurz auf, wer denn auf der Verliererstraße sei, dass sei doch klar und deutlich nachzulesen, und zwar die CDU, denn sie habe über zehn Prozent an Stimmen verloren. Sie stellte gleichzeitig die Frage, wo war denn der Verlierer Rüttgers am Wahlabend? Die Antwort kam aus dem Volk: … in der Versenkung!“

„Frau Hendricks hätte es verdient gehabt, wieder in den Landtag einzuziehen, aber leider hat es nicht geklappt“, meinte eine Duisdorferin, die die Berichterstattungen im Hardtberg-Boten in Sachen Deutsche Annington aufmerksam verfolgt hat. Aus den Berichten ging klar die große Hilfsbereitschaft, zusammen mit dem Vorstand des Wirtschafts- und Bürgervereins (WuB), hervor. Beide konnten mit großem Erfolg zahlreichen Mieterinnen und Mietern helfen, die beispielsweise über drei Jahre lang unermüdlich, ohne ein Ergebnis, gegen den Schimmel der Annington-Wohnungen kämpften, so auch gegen marode Wohn- und Kellerräume und anderes mehr.

Für die gute Zusammenarbeit bedankte sich persönlich die WuB-Vorsitzende, Antje Krien (Foto 4.v.l.), bei Frau Hendricks (2.v.l.) und wünschte ihr, dass sie bald in den Landtag nachrücken solle, denn „wir brauchen Politiker, die bürgernah sind und sich vehement für die Belange der Menschen einsetzen und nicht nur auf dem Papier stehen“. Die Chancen für Frau Hendricks stehen sehr gut: Sie steht an erster Stelle auf der Liste der Nachrücker und rechnet in ein paar Wochen nachrücken zu können. Diese Hoffnung haben viele Bürgerinnen und Bürger aus dem Hardtbergbereich. Eine 85-jährige Frau meinte, wer ihr denn helfen solle in Mietangelegenheiten mit der „Heuschrecke“ Deutsche Annington fertig zu werden, wenn Frau Hendricks nicht mehr im Landtag sei. Sie versprach weiterhin für die Menschen da zu sein, auch in der Zeit, wo sie dem Landtag nicht angehört.

Klicken Sie auf den Video-Clip http://www.youtube.com/watch?v=CgTvYYO0cE4 und Sie können Frau Hendricks mit den SPD-Mitgliedern weltweit bei youtube mit ihrer Rosen-Dank-Tour erleben.

Deutsche Annington gelobt Besserung: "Wir wollen, dass Sie zufrieden sind“

Mehr als 100 unzufriedene Mieterinnen und Mieter kamen zur Mieterversammlung. Eingeladen hatte der Bonner Mieterbund und der Wirtschafts- und Bürgerverein (v.l. Manfred Rademacher, Antje Krien, Bernhard von Grünberg und Ralf Krämer. Fotos: HBB

 

HBB. Über 100 Mieterinnen und Mieter der Annington waren auf Einladung des Bonner Mieterbundes und des Bonner Wirtschafts- und Bürgervereins (WuB) in die Aula der Musikschule in Bonn-Duisdorf gekommen. Der Chef des Mieterbundes, Bernhard von Grünberg, und der Vorstand des WuB, mit Antje Krien und Manfred Rademacher, zu Gast waren Dirk Schmitt und Ralf Krämer von der Deutschen Annington. Beide hatten keinen leichten Stand in der Aula, denn die Annington produziert mit ihrem Desinteresse an den Eingaben der Mieter pausenlos Negativschlagzeilen.

Der Mieterbund-Chef von Grünberg setzt sich seit vielen Jahren für die Annington-Mieter ein und kennt natürlich die Machenschaften dieser Immobiliengesellschaft aus dem Effeff. In seiner Ausführung gleich zu Beginn der Versammlung bemängelte von Grünberg, dass die Annington sich bei Anfragen nicht öffnet, auch keine Verträge offenlegt, um nachprüfen zu können, ob die Nebenkostenabrechnung auch der Wahrheit entsprechen. So beispielsweise den Arbeitsvertrag mit dem Hauswart, sprich Hausmeister. Nach mehrmaligen Aufforderungen kein Erfolg. Manfred Rademacher des WuB erhielt ebenfalls auf Anfrage von der Annington einen Negativ-Bescheid. Die Annington sei nicht verpflichtet diesen Arbeitsvertrag des Hausmeisters offenzulegen. Juristisch ist die Annington verpflichtet, diesen Vertrag sowie auch die Verträge mit der Gartenbaufirma und anderen Firmen, die den Mietern anteilsmäßig in Rechnung gestellt werden, offen zu legen. Bernhard von Grünberg wird die Annington, wie von ihm zu hören war, unter Umständen gerichtlich zur Offenlegung der Verträge zwingen. Rademacher: „Wer sich so verhält und nicht ehrlich bei den Verträgen Einsicht gewährt, der hat auch was zu verbergen!“ Man müsse doch die Möglichkeit haben, selbst eine Nebenkostenabrechnung prüfen zu können, behauptet Manfred Rademacher weiter.

In den rund zweieinhalb Stunden Mieterversammlung prasselte auf die zwei Annington-Vertreter eine Flut von Unzufriedenheit: Falsche Nebenkostenabrechnungen, Kloake in den Kellerräumen, Schimmel an Wänden und Decken sowie Fußböden, undichte Fenster, marode Kellerfenster, nicht mehr zu öffnende Kelleraußentür (Fluchtweg bei Brandgefahr) und vieles andere mehr. Die Instandsetzung der Wohnungen und Häuser werden nicht allein von den Mietern als mangelhaft eingestuft, sondern auch vom WuB-Vorstand. Wenn die betroffenen Mieter die Missstände bei der Annington anzeigen, dann reagiere die „Heuschrecke“, wie die Mieter inzwischen die größte Siedlungsgesellschaft hierzulande mit 250.000 Wohneinheiten betiteln, nichts. Bei manchen Mietern ist Mitminderung erfolgreich, aber bei anderen wiederum, die aufgrund von Schimmelbildung ihre Miete bis zu 50 Prozent gekürzt haben, rührt sich die Annington nicht. „Es ist ein richtiger Sauhaufen“, sagte eine Mieterin, die über die Untätigkeit recht ungehalten war. „Die haben wohl einen großen Papierkorb“, frotzelte ein Mieter.

Was bei dieser Versammlung an üblen Wohnverhältnissen zutage gefördert wurde, war haarsträubend. Es werden keine Treppenhäuser renoviert, auch findet sich die Annington bei Hausreparaturen nicht zuständig. Repariert werde nichts mehr. „Sie rührt sich ganz einfach nicht“, sagte ärgerlich ein Mieter und erhielt große Unterstützung aus der Versammlung. Zwischendurch meinte Dirk Schmitt von der Annington: „Wir wollen, dass Sie zufrieden sind.“ Großes Gelächter im Saal. Bernhard von Grünberg: „Es fehlt mir der Glaube! Diese Firma ist nicht das Gelbe vom Ei.“ Immer wieder wies von Grünberg auf die Mietminderung hin und auf die Beratung für die Mitglieder durch den Mieterbund.

Es wurde auch die teure Hotline der Annington angesprochen, die wie Schmitt meinte, zur Hälfte der Kosten von der Annington getragen werde. Schmitt und Krämer wurden auf die Hausmeister angesprochen, die nach Meinung der Mieter völlig überflüssig seien, weil kaum sichtbar. Der Schnee wurde von den Mietern selbst weggeräumt.

Wenn man Schmitt glauben will, dann wird alles besser. 144 neue Mitarbeiten seien eingestellt worden. Manfred Rademacher vom WuB-Vorstand erhielt nach der Versammlung eine Mail von Dirk Schmitt. Dort heißt es: „Natürlich sollen sich Ihre positiven Erfahrungen mit uns fortsetzen, und wir hatten uns ja am Rande der Mieterversammlung konstruktiv darüber verständigt. Die Anliegen der Mieterversammlung (Haustierhaltung, Grünschnitt, Nebenkosten, Balkon) sind alle in Bearbeitung.
Selbstverständlich sind Sie herzlich eingeladen, uns einmal in Bochum zu besuchen. Wenn man sich vor Ort ein Bild gemacht hat, kann das dazu beitragen, das Bild zu schärfen. Wie Sie wissen, haben wir in den letzten zwei Jahren mehr als 340 Millionen Euro in unserem Bestand investiert und werden auch weiterhin investieren. Wir sind seit fast zehn Jahren in fester Hand und bewirtschaften den Bestand nachhaltig. Das heißt nicht, dass wir jedes Jahr in jedem Objekt den gleichen Betrag investieren. Deshalb kommt es auch vor, dass manche Objekte frisch modernisiert sind, andere nicht. Bei der Modernisierung müssen wir auch immer darauf achten, dass die Mieten nicht zu stark steigen. Neben der Instandhaltung und Modernisierung kümmern wir uns über unsere beiden Stiftungen um Mieter in Not. Gemeinsam mit der Stiftung Lesen und der WAZ-Gruppe verschenken wir an alle Mieter Lese-Sets für die Kinder. Wir unterstützen Kindergärten und Schulen. Mit der Caritas haben wir ein Quartiersmanagementprojekt aufgebaut. In Bonn sprechen wir gerade mit dem Verein für Gefährdetenhilfe im Rahmen des Handlungskonzepts Tannenbusch. Wir kaufen Energie billiger ein und geben die Vorteile an Mieter weiter (zum Beispiel in Dortmund). Wir lassen Müll trennen und reduzieren dadurch Nebenkosten (zum Beispiel in Frankfurt). Viele weitere Beispiele lassen sich nennen, aber manche davon kennen Sie auch schon.“

Das alles hört sich gut. Rademacher vom Wirtschafts- und Bürgerverein arbeitet mit Dirk Schmitt und Ralf Krämer der Deutschen Annington gut zusammen und konnte für verschiedene Mieter einiges zum Positiven bewirken. Bei einer Mieterin fiel die Heizung aus, drei Wochen lang. Erfolg bei der Annington null. Erst als sich Rademacher für die Mieterin eingesetzt hatte, wurde ihr geholfen. Auch marode Kellerfenster werden endlich ersetzt und anderes mehr.

Willy Kuhn erhält den Duisdorfer Esel vom TKSV für besondere Verdienste im Ortsgeschehen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Foto: Manfred Rademacher

MRad. So langsam füllt sich das Sälchen unter der Duisdorfer Rochuskirche. Der Turn- und Kraftsportverein Bonn-Duisdorf (TKSV) hat zum traditionellen Ordenfest eingeladen. Emsig, ja vorbildlich, wird die Gästeschar von der holden Weiblichkeit mit Kölsch und anderen Getränken verwöhnt.

Zwei mit goldgestreiften Westen auf schwarzem Grund, Walter Nettekoven (Foto links) und Manfred Fietz (Foto rechts) des TKSVs, treffen kurz noch ein paar Absprachen und schon geht’s los: Walter Nettekoven begrüßt alle recht herzlich und lässt die illustre Gesellschaft, teilweise kostümiert, wissen, dass die aktiven Ringer ins Oberhaus des Ringersports, in die 1. Bundesliga, aufgestiegen sind. Die Mannschaft macht sich lautstark bemerkbar und bringt Stimmung in den Saal. Neben vielen Vereinschefs stehen Geschäftsleute, Politiker und einige Presseleute. Für einige Politiker hat der Wahlkampf in NRW bereits begonnen und so lassen sie sich beim TKSV mit Scheck in Vorhalte sehen. Warme Worte fallen. „Das ich das noch erleben darf“, frotzelte ein Gast.

Bei dieser Feierlichkeit werden nicht allein Schecks und Karnevalsorden an den „Mann“ gebracht, sondern auch alljährlich der Duisdorfer „Essel“, der an verdiente Menschen des Duisdorfer Ortsgeschehens, nunmehr zum sechsten Mal, verliehen wird. Ein kunstvoll gestalteter Esel von der Inhaberin des Blumenhofes Marion Schmidt (Foto).

Waren es vorher Toni Mai, Heinrich Sax, Paul Bogner, Pfarrer Benno Leiverkus und Rudi Fröhlich, sollte es diesmal ... Der Verdienstvolle fehlte noch. „Der Preisträger wird wie bisher am Abend der Verleihung überrascht. Somit hofft der TKSV, dass die zu ehrende Person nicht verhindert ist, um den  Esel entgegennehmen zu können“, betont der Esel-Ideengeber Manfred Fietz und strahlt. Ein bekannter Mann betritt den Raum und schon geht die Fietz-Laudatio auf Willy Kuhn (Foto 2.v.l.) los. „Willy Kuhn wird von vielen als der dienstälteste Nikolaus Deutschlands bezeichnet. Denn immerhin macht er dies schon seit 60 Jahren. Seine Geschichten und Gedichte rund um die Weihnachtszeit sind schon legendär. Würde er bei seinen Auftritten nicht hin und wieder an die Redezeit erinnert, er käme ganz bestimmt dem Osterhasen ins Gehege.“ Schallendes Gelächter. Die jahrzehntelangen Aktivitäten des Geehrten spricht Manfred Fietz an, dazu die 50 Jahre Mitgliedschaft im Festausschuss BMVg und ... und ... und ... Die beiden Sympathieträger des TKSV, Walter Nettekoven und Manfred Fietz, sind sich einige und geben Willy Kuhn ganze zwei Minuten der Dankesworte. Erneut lautes Lachen. Wer Willy Kuhn kennt, weiß längst, dass er ein geübter Redner ist und das auch noch humorvoll. Die TKSV-Aufstiegsjungs sind begeistert. „Mann Alter, ist der cool!“ tönt es locker vom Hocker aus den Reihen.

Danach großes Händeschütteln mit dem Willy. „Der hat es verdient ...“ oder „...es hat den Richtigen getroffen, wie oft hat der auf der Bühne bei den Derletalfesten gestanden“, kam von den Gratulanten. Willy Kuhn sagte ein Mal, kurz bevor er aufhörte: „40 Jahre Bühne ist genug!“ Eine ältere Dame hörte diese Aussage anlässlich des Derletalfestes und fragte: „Ist das ein Schauspieler?“

 Vorweihnachtsfeier beim Roten Kreuz

 

H.K. Die Helferinnen der Ortsgruppe des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in Bonn-Duisdorf in der Flemingstraße im Haus der Bonner Altenhilfe verrichten ihre Tätigkeiten für die Allgemeinheit alle freiwillig, ehrenamtlich und mit großem Engagement. So wurde auch in diesem Jahr die Vorweihnachtsfeier von Barbara Reil und ihren Helferinnen gemütlich und mit großer Liebe gestaltet. Zur Einstimmung auf diesen stimmungsvollen Nachmittag brachten die Kindergartenkinder des Nachbarkindergarten mit ihren Erzieherinnen Anke Bartels und Ricarda Paguarda Meza mehrere vorweihnachtliche Lieder zum Besten. Der langjährige Nikolaus Willi Kuhn und Ehefrau Anni waren in diesem Jahr Gast im Hause, denn die Position des Nikolaus hatte dieses mal der Ortsfestausschussvorsitzende Hans Berg übernommen. Er freute sich sehr, dass so viele Gäste gekommen waren und überreichte allen eine Weihnachtstüte. Aber Willi Kuhn ließ es sich nicht nehmen, den Anwesenden kleine Gedichte und Anekdoten aus seinem übervollem Leben zu erzählen. Die Leiterin des Seniorenkreises Barbara Reil und die Kreisvorsitzende des DRK Klaudia Decker begrüßten die Anwesenden aufs herzlichste, sangen gemeinsam mit ihnen Weihnachtslieder und erzählten besinnliche Geschichten. Es war ein stimmungsvoller und gemütlicher Nachmittag, der allen viel Freude bereitete.

Foto: Barbara Reil, Ricarda Paguarda Meza, Anke Bartels und die Kinder des Kindergartens. Foto: Horst Krien

Bonn-Lengsdorfer "Seniorentag" ließ 200 ältere Mitbürgerinnen und Mitbürger

den grauen Alltag vergessen

 

 

 

 

 

OFA-Chef Schada von Borzyskowski (links) bewirtete zusammen mit der Lengsdorfer Weinkönigin Jenny Lauterbach (rechts) die Senioren.

Foto: M. Rademacher

 

 

 

 

 

 

 

MRad. Immer dann, wenn in Bonn-Lengsdorf der „Seniorentag“ angesagt ist, finden sich recht zahlreich die älteren Lengsdorfer Mitbürgerinnen und Mitbürger auf Einladung des Lengsdorfer Ortsfestausschusses (OFA) im Lengsdorfer Vereinshaus ein. So auch als Gast der Duisdorfer OFA-Chef Hans Berg, der am Promi-Tisch mit der Lengsdorfer Weinkönigin, Jenny Lauterbach, Pfarrer Wolfgang Harnisch, CDU-Politikerin Maria Vianden und anderen mehr, Platz genommen hatte.

Diesmal waren es rund 200 Gäste, die der Lengsdorfer Ortsfestausschussvorsitzende, Christoph-Josef Schada von Borzyskowski, begrüßen konnte. Unter der Gästeschar mit 95 Jahren, Maria Knott, die mit einem großen Blumengebinde als älteste Teilnehmerin geehrt wurde. Bei den Herren war mit 87 Jahren Paul Welter der älteste Teilnehmer. Er konnte sich über einen edlen Tropfen des heißbegehrten Lengsdorfer Weines freuen.

Freuen konnten sich auch alle Besucher des Seniorentages, denn gleich zu Beginn der Festveranstaltung wurden die älteren Gäste mit Kaffee und belegten Schnittchen verwöhnt. So ließ es sich gut aushalten. Rundherum nur glückliche Gesichter. Für einige Stunden den grauen Alltag vergessen, so war zu hören. Dafür sorgte in erster Linie an diesem Nachmittag ein tolles Unterhaltungsprogramm, was den älteren Menschen über 70 viel Freude bereitete.

Mit den Gedichtsvorträgen der katholischen Frauengemeinschaft wurde das Programm der Unterhaltung eröffnet. Wolfgang Fiedler begeisterte mit seinen Sketchen. Der Lengsdorfer Gesangverein „Liederkranz“ erfreute die vielen Besucher mit bekannten Liedern. Zwischendurch richtete Pfarrer Wolfgang Harnisch einige Worte an die Senioren. Und Lieder zum Mitsingen aus den 50er und 60er Jahren präsentierten Erich & Hans. Den Abschluss des tollen Unterhaltungsprogramms, wie sollte es auch anders sein, bestritten die bekannten und beliebten „Goldigen Herzen“ aus Lengsdorf.

Ein großes Kompliment an den Chef des OFA, Christoph-Josef Schada von Borzyskowski, und nicht zuletzt auch an die Lengsdorfer Ortsvereine, die diesen gelungenen Nachmittag für die älteren Menschen geschaffen haben. Wie vom OFA-Chef Schada von Borzyskowski zu hören war, haben rund 40 Mitglieder der Vereine für einen reibungslosen Ablauf dieser Großveranstaltung gesorgt. Die Palette des Einsatzes reichte vom Schnittchen-Service über den Auf- und Abbau des Mobiliars im Saal bis hin zum Ausschank einiger guter Tropfen edlen Rebensaftes.

„Die älteren Gäste sind sehr dankbar und bescheiden“, meinte Schada von Borzyskowski und sie würden gern mal ein Gläschen mehr trinken. Wenn sich da die Sparkasse KölnBonn und die VR-Bank Bonn erkenntlich zeigen würden. „Ich würde mir schon wünschen, dass da etwas mehr käme“, betonte der OFA-Chef. Denn, wenn er die Berichte mit Fotos der Scheckübergaben in Zeitungen sehe, komme Lengsdorf nach seiner Meinung zu kurz. Hätte er nicht die Finanzen aus dem Lengsdorfer Köttzug anlässlich der Kirmesveranstaltung, dann sehe es düster aus. Schließlich wird der Seniorentag zu 100 Prozent vom Köttzug-Geld, von den Spenden der Lengsdorfer Geschäftswelt und den Privatleuten, finanziert.

Auf www.wub-tv.de steht ein Video-Clip.

Das traditionelle Ostereiersuchen bei den Waldfreunden

lockte viele Besucher auf den Grillplatz

H.K. Der Wettergott hatte ein Einsehen und bescherte dem Verein der Waldfreunde St. Hubertus 1926 in Bonn-Duisdorf sowie den zahlreichen Besuchern auf dem vereinseigenen Grillplatz einen angenehmen Tag.

Zum traditionellen Ostereiersuchen am Ostermontag kamen viele Kinder mit ihren Eltern, Großeltern, Tanten, Onkeln und Bürger aus Duisdorf auf den Grillplatz. Der Vorsitzenden des Vereins, Klaus Deckert, konnte auch die Duisdorfer Weinkönigin Eva I. und den Ortsfestausschussvorsitzenden Hans Berg begrüßen. Die Waldfreunde hatten die Ostereiersuche so gestaltet, dass in verschiedenen Altersgruppen jedes Kind sein Nest mit dem Osterhasen, den Eiern und den Schoko-Eiern mit nach Hause nehmen konnte. Kein Kind ging leer aus. Die Weinkönigin überraschte die Kleinkinder mit Tüten von Schokoladen-Ostereiern. Rund 150 Osternester wurden im Wald versteckt. Das bewährte Grill- und Getränketeam der Waldfreunde hatte alle Hände voll zu tun, um den großen Hunger und Durst der Besucher zu stillen. Die Küche konnte am zweiten Ostertag Zuhause kalt bleiben.

Ostereierschießen bei den

St. Hubertusschützen war ein echter Renner

H.K. Groß war der Andrang bei der St. Hubertusschützenbruderschaft Duisdorf zum Ostereierschießen. Viele Bürger wollten mit dem Luftgewehr, dem Kleinkalibergewehr oder der Kleinkaliber Pistole ihre Schießfertigkeiten beweisen. Auch die Jugendlichen ab zehn Jahre kamen dieses Jahr nicht zu kurz: Der Verein hatte eigens zum Eierschießen ein Luftdruckgewehr für kleine Plastikkugeln angeschafft (auf dem Foto Aufsicht Schützenbruder Benno Weber mit Yanik Bonnmann).

Der Ehrgeiz der Schützen war groß, gab es doch für jeden Schuss ins Schwarze ein bunt-bemaltes Osterei oder ein Schokoladen-Osterei. Brudermeister Dieter Augustintschitsch und seine Schützenbrüder hatten reichlich vorgesorgt, denn 2.500 bunte Ostereier gab es zu verteilen. Und die Schützenschwestern hatten sich, wie jedes Jahr, mit leckeren selbstgebackenem Kuchen und Torten bestens auf den Genuss der Besucher eingestellt. Aber auch gegrillte Steaks und Grillwürstchen sowie Kölsch vom Fass und andere Getränke sorgten für das leibliche Wohl.

Café Schell spendet für die Bonner Tafel

MRad. Die Freude beim Bonner-Tafel-Team war groß, so auch beim Vorstand des Bonner Wirtschafts- und Bürgervereins (WuB), als kürzlich Gertrud Schell (rechts) des Café Schells in der Rochusstraße drei Körbe Brot der WuB-Vorsitzenden Antje Krien als Spende überreichte. Dazu spendete Markus Schell, Inhaber des Cafés, 100 Euro für die Bonner Tafel. Dieses Geld stammt aus dem Erlös der Weihnachtslesung (mehr unter „Vermischtes“), die bei den Duisdorfern gut ankam.

Markus Schell versicherte dem WuB-Vorstand, dass es nicht die letzte Brotspende sein wird. Bereits seit einiger Zeit spendet das bekannte Bonn-Duisdorfer Café Schell für die Bonner Tafel von Zeit zu Zeit Backwaren in verschiedener Form. Überdies hat

Markus Schell der WuB, die die Bonner Tafel unterstützt, wie auch die Inhaber anderer Duisdorfer Geschäfte (Boutique Flash, Rochusstraße, Haushaltwaren Schneider, Rochusstraße, Optik Kafarnik, Rochusstraße, Engel-Apotheke, Rochusstraße, Gaststätte „Zum Stern“, Rochusstraße, Jeans-Geschäft „Fifty Five“, Am Burgweiher und Friseur-Team Greuel, Villemombler Straße) erlaubt, ein Sparschwein für die bedürftigen Menschen aufzustellen.

Liebe Leserinnen und Leser, der WuB-Vorstand dankt schon jetzt allen Spendern für die gute Tat! Jeder Euro hilft! Sicherlich tun Ihnen, die nicht gerade auf der Schattenseite des Lebens stehen, ein paar Euro für die armen Menschen nicht weh. Denn allein über 2000 Kinder leben in Bonn in Armut und sind auf die Bonner Tafel angewiesen. Mehr über die Bonner Tafel erfahren Sie unter www.bonner-tafel.de.

Rudi Fröhlich und Herbert Engel im

Duisdorfer Rathaus ausgezeichnet

H.K.  „Der heutige Empfang soll Dank und Anerkennung für ihr Engagement im Stadtbezirk Hardtberg sein“, so begrüßte Bezirksbürgermeisterin Petra Thorand die vielen Vertreter der Duisdorfer, Lengsdorfer und Brüser Berger Ortsvereine, der Polizei, aber auch einige Abgeordnete der Bezirksvertretung hatten den Weg ins Rathaus gefunden.

Die Hardtberger Vereine bieten das ganze Jahr über den Bürgern und Gästen des Stadtbezirks eine Vielzahl von attraktiven Festen und Aktionen, die erheblich zur Lebensqualität beitragen. Zu den Höhepunkten der Vereinsveranstaltungen zählen der Karneval, die Weinfeste in Duisdorf und Lengsdorf, die Seniorentage, die Kirmesveranstaltungen, die Stadtteilfeste und die Mitwirkung beim Derletalfest und beim Adventsmarkt. Diese Aufzählung gibt aber nur einen kleinen Überblick über die anderen vielfältigen Aktivitäten. Daher ist es besonders wichtig, dass die ehrenamtlichen Tätigkeiten öffentlich gewürdigt werden. Im Hardtberg ist es guter Brauch, dass Personen mit herausragenden Verdiensten um den Stadtbezirk mit der Hardtberg-Medaille ausgezeichnet werden. In diesem Jahr wurde Rudolf Fröhlich (rechtes Foto) durch die Bezirksbürgermeisterin Thorand (rechts) ausgezeichnet. Er engagiert sich seit Jahrzehnten für den Ortsfestausschuss als Zeugwart, gestaltete die Dekorationen beim Wein- und Oktoberfest in der Duisdorfer Mehrzweckhalle und anderen Veranstaltungen. Er ist immer da, wenn der Verein der Waldfreunde handwerkliche Arbeiten zu verrichten hat, hier ist er auch 2007 Ehrenmitglied geworden. Bei der St. Hubertusschützenbruderschaft ist er seit sieben Jahren aktives und vorher jahrzehntelanges inaktives Mitglied. In der Zeit 2007/2008 war er Schützenkönig, die Grillhütte auf dem Gelände der Schützen zeigt von seinem handwerklichen Können. Aber auch die Schilder am Duisdorfer Ortseingang zur 1200 Jahr Feier sind sein Werk, das inzwischen viel Anerkennung in der Bevölkerung erhielt. Für all sein ehrenamtliches Mitwirken wurde Rudi Fröhlich bereits 1991 die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen. 2006 wurde er vom Bund der Historischen Schützenbruderschaften mit dem silbernen Verdienstkreuz ausgezeichnet. Er hat sich für die Bürger und den Stadtteil ehrenamtlich verdient gemacht.

Eine weitere Ehrung nahm dann der stellvertretende Amtsleiter der Bonner Berufsfeuerwehr Marcus Hinz (linkes Foto, rechts) vor. Er verlieh dem Brandinspektor Herbert Engel (linkes Foto, links) für 40-jähriges Feuerwehrleben das Feuerwehr Ehrenkreuz in Silber. Herbert Engel ist ein großes Vorbild für seine Kameraden und hat hervorragende Leistungen im Feuerlöschwesen des Löschzuges Duisdorf gezeigt. Er ist Leiter des Tambourcorps der Feuerwehr und hat 2003 die Leitung der Wache kommissarisch übernommen, bis eine endgültige Leitung verfügbar war. Auch die Feierlichkeiten zum 100-jährigen Jubiläum der Duisdorfer Feuerwehr hat er vorbereitet und mit Bravour durchgeführt. Anschließend blieb noch viel Zeit, um sich mit anderen Vereinsvertretern auszutauschen. 

555 Euro spendet Frau Ohm für die

Duisdorfer Rochusschule

MRad./I.K.H. Vor einigen Wochen sah Marlene Ohm des Haushaltwarengeschäftes Schneider in der Bonn-Duisdorfer Rochusstraße im Fernsehen einen Beitrag zum Thema „Offene Ganztagsschulen“. Dieser Beitrag machte ihr klar, dass an diesen Schulen die Gelder fehlen. Dies war für die sympathische Geschäftsfrau Anlass genug, um eine Spendenaktion für die benachbarte Rochusschule ins Leben zu rufen. Sie selbst hatte dort vor rund 40 Jahren die Schulbank gedrückt. Dazu kommt, dass ihr Sohn, heute selbst Pädagoge, ebenfalls dort zur Schule ging. Für sie stand sofort fest: Der Erlös der verkauften Haushaltwarenprodukte geht an den Förderverein der Duisdorfer Rochusschule. Denn durch die zentrale Lage ihres Geschäftes hat Frau Ohm seit vielen Jahren ständigen Kontakt zu den Schülerinnen und Schülern, zu den Eltern und natürlich auch zur Lehrerschaft.

Sie sprach ihre Zulieferfirmen an und bat um Produktspenden für ihr Vorhaben. Diese Spenden präsentierte sie in ihrem Schaufenster und machte deutlich, dass der Warenverkauf für einen guten Zweck sei. Bereits mehrere Tage vor der Duisdorfer Gewerbeschau hatte sie durch ihre Werbung im HBB auf diese gute Tat hingewiesen.

Wer Marlene Ohm (Foto rechts) kennt, der weiß längst, dass sie gern hilft und der soziale Aspekt bei ihr eine große Rolle spielt. So war die Freude groß, als sie der Vorsitzenden Dr. Karin Gömann (Foto links) des Fördervereins den stolzen Betrag von 555 Euro überreichen konnte. Wie von der freudestrahlenden Chefin des Förderverein der Rochusschule zu hören war, soll der Betrag für Lehrmaterialien, für eine erweiterte Ruhezone sowie auch für neue Spielgeräte verwendet werden.

„Schenke anderen Menschen Freude, denn Freude freut!“ Man könnte annehmen, das dieser Ausspruch bei ihr Pate gestanden hat. À la bonne heure, Frau Ohm!                                                                                                                                                                          Foto: I. Knott-Heinzler 

Zwei Schäferhundwelpen brachten große Freude

in die Königin-Juliana-Schule

MRad. Die Kinder der Bonn-Duisdorfer Königin-Juliana-Schule staunten nicht schlecht, als sich plötzlich zwei Schäferhundwelpen im Klassenzimmer tummelten. Die zehn Wochen jungen Tiere waren außer Rand und Band. Sie hatten auf ein Mal viele Spielkameraden. Eigentlich nicht verwunderlich, dass Weika und Wisko immer wieder gestreichelt wurden, denn die beiden Schäferhunde des bekannten Lengsdorfer Züchters, Hermann Schneider, „sind ja so süß“, wie die Kinder feststellten. Keine Frage, die beiden Jungtiere hatten die Kinder zum Knuddeln gern. Ein kleiner Junge rief laut und strahlte: „Frau Schönherr, das ist der schönste Tag in meinem Leben!“ Denn Gisela Schönherr, die sich mit großer Hingabe um die behinderten Kinder seit vielen Jahren kümmert, hatte dieses Treffen arrangiert.

Wie vom Züchter Schneider und seiner Frau Helga (Foto rechts) zu hören war, hatten sie den Schülerinnen und Schülern mit ihren Welpen zum zweiten Mal einen Besuch abgestattet.

„So erreichen die Kinder Vertrauen zu Tieren, denn verschiedene Kinder sind ängstlich, wenn sie einen Hund sehen“, betonte der international bekannte Züchter, Hermann Schneider (Foto), der seit vielen Jahren erfolgreich Prachtexemplare von Schäferhunden züchtet und seine Tiere in alle Welt verkauft. Einer der beiden Welpen wird schon bald den Weg nach Holland zu einem neuen Herrchen antreten. Der zweite Hund geht voraussichtlich nach Gummersbach.

Dieser Besuch bei den Kindern wird nicht der letzte sein, wie von Hermann Schneider zu hören ist. Frau Schneider und ihr Mann, beide wollen wieder kommen und den Kindern mit den Tieren Freude bereiten.

Die HBB-Redaktion im Gespräch mit

Dr. Edmund Haferbeck der

Tierrechtsorganisation PETA Deutschland

HBB: Was Sie auf Ihrer Homepage www.peta.de/zoohandel präsentieren müsste alle Tierfreunde auf den Plan rufen. Was soll ein Tierfreund unternehmen, wenn er solche Missstände in Tierhandlungen, wie Sie sie im Video-Clip auf Ihre Website zeigen, sehen? Abgesehen von einer Anzeige, die viele Menschen aber scheuen, weil sie keinen Ärger haben wollen.

Dr. Edmund Haferbeck: Immer in Form eines Gedächtnisprotokolles, am besten natürlich mit Fotos oder Video untermauert, an PETA Deutschland e.V. melden. Im Übrigen sollte jeder Tierfreund und erst Recht jeder Tierrechtler vermeiden, in solche Zootierfachhandlungen überhaupt zu gehen, denn Zubehörartikel für die Liebsten zu Hause bekommt man auch in unbedenklichen Fachhandlungen (ohne Tiere) oder über den Versandfachhandel, beispielsweise veganbasics.

HBB: Sie engagieren sich seit vielen Jahren für die Tierwelt, damit sie artgerecht Leben kann. Haben Sie in solchen Fällen, wie Sie sie auf Ihrer Website zeigen, Anzeigen erstattet? Wenn ja, mit welchen Erfolgen? Gab es bereits Schließungen solcher übler Tierhandlungen?

Dr. Edmund Haferbeck: Diese Undercover-Recherche über Zootierhandlungen war sehr schwierig und hat fast zwei Jahre in Anspruch genommen. Wir haben gegen sieben Zootierhandlungen im Januar 2008 Strafanzeige erstattet, überwiegend sind bereits Ermittlungsverfahren eingeleitet worden. Es handelt sich um die Staatsanwaltschaften Arnsberg, Wiesbaden, Bonn, Duisburg und Düsseldorf. Im ZZF hat es massive Auseinandersetzungen über die Bilder aus den Geschäften des Präsidenten und der Vizepräsidentin gegeben. Ausgangspunkt der PETA-Recherchen waren die auch gerichtlich ausgetragenen Auseinandersetzungen mit der Zootierhandlung „Krämer’s phantastische Tierwelt“ in Fellbach bei Stuttgart, wo wir internes Material von einer Whistleblowerin hatten.

HBB: An was machen Sie es fest, dass es immer wieder solche Tierhandlungen gibt, die die Tiere nicht artgerecht halten. Ist es das nicht ausgebildete Personal? Oder räumen Sie eher die Geldgier dieser Tierhandlungen, die ja überwiegend in Baumärkten und Gartencenter zu sehen sind, ein, um möglichst viele Tiere auf engstem Raum zu halten?

Dr. Edmund Haferbeck: Beides: Die Zahlen werden völlig unterschätzt: Es gibt rund 1600 Zootierfachhandlungen, davon sind im ZZF rund 750 Mitglied. Die Branche setzt jedes Jahr knapp 4 Milliarden Euro um, bei rund 23 Millionen Heimtieren und rund 100 Millionen Fische in Privathaushalten kein Wunder. Die „Ware Tier“ ist hier quantitativ weitaus mehr degradiert als in den „öffentlichen“ Tierschutzthemen wie Pelztierzucht oder Zirkus. Vielfach werden die Tiere als „Stück“ ausgepreist, was viel über die Haltung der Branche gegenüber den grundgesetzlich geschützten Mitgeschöpfen aussagt. Und sogar der Bundesverband für fachgerechten natur- und Artenschutz e.V. kritisiert die fast durchgängig anzutreffende unzureichende Ausbildung (einen eigenen Berufszweig gibt es nicht) der Verkäufer. Auch die Undercover-Recherche beweist die teils fachwidrige Beratung potentieller Kunden. Und alles verläuft im quasi rechtsfreien Raum, da es eigene Gesetzlichkeiten für den Zootierfachhandel nicht gibt. Es fehlt ebenfalls ein Heimtierschutzgesetz, welches die Nachfrage bremsen könnte. Aktuelle Fortschritte sind aber dennoch zu vermelden: Das Land Hessen hat jetzt die Haltung von gefährlichen Wildtieren in Privathaushalten verboten.

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