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SPD-Politikerin
Hendricks bedankte sich
mit Rosen bei
ihrer Wählerschaft |
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MRad. „Die SPD-Politikerin hat
Stil“, sagte eine ältere Dame der HBB-Redaktion und freute sich
über eine wunderschöne langstielige rote Rose aus der Hand der
Landtagsabgeordneten Renate Hendricks. Zusammen mit den
Duisdorfer SPD-Mitglieder verteilte die sympathische
SPD-Politikerin rote Rosen auf dem Schickshof und auf der
Rochusstraße, der Einkaufsstraße von Duisdorf, im kleinsten
Stadtteil von Bonn. Zuvor sagte Frau Hendricks auf dem Brüser
Berg mit ihrer Rosen-Schenk-Aktion danke an die Wählerinnen,
natürlich kam da auch nicht die männliche Wählerschaft zu kurz.
Der CDU-Politiker Gerhard Lorth frotzelte, dass die SPD als
Verlierer der NRW-Wahl jetzt auch noch Rosen verteile. Frau
Hendricks klärte den CDU-Mann kurz auf, wer denn auf der
Verliererstraße sei, dass sei doch klar und deutlich
nachzulesen, und zwar die CDU, denn sie habe über zehn Prozent
an Stimmen verloren. Sie stellte gleichzeitig die Frage, wo war
denn der Verlierer Rüttgers am Wahlabend? Die Antwort kam aus
dem Volk: … in der Versenkung!“
„Frau Hendricks hätte es verdient
gehabt, wieder in den Landtag einzuziehen, aber leider hat es
nicht geklappt“, meinte eine Duisdorferin, die die
Berichterstattungen im Hardtberg-Boten in Sachen Deutsche
Annington aufmerksam verfolgt hat. Aus den Berichten ging klar
die große Hilfsbereitschaft, zusammen mit dem Vorstand des
Wirtschafts- und Bürgervereins (WuB), hervor. Beide konnten mit
großem Erfolg zahlreichen Mieterinnen und Mietern helfen, die
beispielsweise über drei Jahre lang unermüdlich, ohne ein
Ergebnis, gegen den Schimmel der Annington-Wohnungen kämpften,
so auch gegen marode Wohn- und Kellerräume und anderes mehr.
Für die gute Zusammenarbeit bedankte
sich persönlich die WuB-Vorsitzende, Antje Krien (Foto 4.v.l.),
bei Frau Hendricks (2.v.l.) und wünschte ihr, dass sie bald in
den Landtag nachrücken solle, denn „wir brauchen Politiker, die
bürgernah sind und sich vehement für die Belange der Menschen
einsetzen und nicht nur auf dem Papier stehen“. Die Chancen für
Frau Hendricks stehen sehr gut: Sie steht an erster Stelle auf
der Liste der Nachrücker und rechnet in ein paar Wochen
nachrücken zu können. Diese Hoffnung haben viele Bürgerinnen und
Bürger aus dem Hardtbergbereich. Eine 85-jährige Frau meinte,
wer ihr denn helfen solle in Mietangelegenheiten mit der
„Heuschrecke“ Deutsche Annington fertig zu werden, wenn Frau
Hendricks nicht mehr im Landtag sei. Sie versprach weiterhin für
die Menschen da zu sein, auch in der Zeit, wo sie dem Landtag
nicht angehört.
Klicken Sie auf den Video-Clip
http://www.youtube.com/watch?v=CgTvYYO0cE4 und Sie können
Frau Hendricks mit den SPD-Mitgliedern weltweit bei youtube mit
ihrer Rosen-Dank-Tour erleben. |
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Deutsche Annington gelobt Besserung:
"Wir
wollen, dass Sie zufrieden sind“ |
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| Mehr als 100 unzufriedene
Mieterinnen und Mieter kamen zur Mieterversammlung. Eingeladen
hatte der Bonner Mieterbund und der Wirtschafts- und
Bürgerverein (v.l. Manfred Rademacher, Antje Krien, Bernhard von
Grünberg und Ralf Krämer. Fotos: HBB |
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HBB. Über 100 Mieterinnen und Mieter
der Annington waren auf Einladung des Bonner Mieterbundes und
des Bonner Wirtschafts- und Bürgervereins (WuB) in die Aula der
Musikschule in Bonn-Duisdorf gekommen. Der Chef des
Mieterbundes, Bernhard von Grünberg, und der Vorstand des WuB,
mit Antje Krien und Manfred Rademacher, zu Gast waren Dirk
Schmitt und Ralf Krämer von der Deutschen Annington. Beide
hatten keinen leichten Stand in der Aula, denn die Annington
produziert mit ihrem Desinteresse an den Eingaben der Mieter
pausenlos Negativschlagzeilen.
Der Mieterbund-Chef von Grünberg
setzt sich seit vielen Jahren für die Annington-Mieter ein und
kennt natürlich die Machenschaften dieser Immobiliengesellschaft
aus dem Effeff. In seiner Ausführung gleich zu Beginn der
Versammlung bemängelte von Grünberg, dass die Annington sich bei
Anfragen nicht öffnet, auch keine Verträge offenlegt, um
nachprüfen zu können, ob die Nebenkostenabrechnung auch der
Wahrheit entsprechen. So beispielsweise den Arbeitsvertrag mit
dem Hauswart, sprich Hausmeister. Nach mehrmaligen
Aufforderungen kein Erfolg. Manfred Rademacher des WuB erhielt
ebenfalls auf Anfrage von der Annington einen Negativ-Bescheid.
Die Annington sei nicht verpflichtet diesen Arbeitsvertrag des
Hausmeisters offenzulegen. Juristisch ist die Annington
verpflichtet, diesen Vertrag sowie auch die Verträge mit der
Gartenbaufirma und anderen Firmen, die den Mietern anteilsmäßig
in Rechnung gestellt werden, offen zu legen. Bernhard von
Grünberg wird die Annington, wie von ihm zu hören war, unter
Umständen gerichtlich zur Offenlegung der Verträge zwingen.
Rademacher: „Wer sich so verhält und nicht ehrlich bei den
Verträgen Einsicht gewährt, der hat auch was zu verbergen!“ Man
müsse doch die Möglichkeit haben, selbst eine
Nebenkostenabrechnung prüfen zu können, behauptet Manfred
Rademacher weiter.
In den rund zweieinhalb Stunden
Mieterversammlung prasselte auf die zwei Annington-Vertreter
eine Flut von Unzufriedenheit: Falsche Nebenkostenabrechnungen,
Kloake in den Kellerräumen, Schimmel an Wänden und Decken sowie
Fußböden, undichte Fenster, marode Kellerfenster, nicht mehr zu
öffnende Kelleraußentür (Fluchtweg bei Brandgefahr) und vieles
andere mehr. Die Instandsetzung der Wohnungen und Häuser werden
nicht allein von den Mietern als mangelhaft eingestuft, sondern
auch vom WuB-Vorstand. Wenn die betroffenen Mieter die
Missstände bei der Annington anzeigen, dann reagiere die
„Heuschrecke“, wie die Mieter inzwischen die größte
Siedlungsgesellschaft hierzulande mit 250.000 Wohneinheiten
betiteln, nichts. Bei manchen Mietern ist Mitminderung
erfolgreich, aber bei anderen wiederum, die aufgrund von
Schimmelbildung ihre Miete bis zu 50 Prozent gekürzt haben,
rührt sich die Annington nicht. „Es ist ein richtiger
Sauhaufen“, sagte eine Mieterin, die über die Untätigkeit recht
ungehalten war. „Die haben wohl einen großen Papierkorb“,
frotzelte ein Mieter.
Was bei dieser Versammlung an üblen
Wohnverhältnissen zutage gefördert wurde, war haarsträubend. Es
werden keine Treppenhäuser renoviert, auch findet sich die
Annington bei Hausreparaturen nicht zuständig. Repariert werde
nichts mehr. „Sie rührt sich ganz einfach nicht“, sagte
ärgerlich ein Mieter und erhielt große Unterstützung aus der
Versammlung. Zwischendurch meinte Dirk Schmitt von der
Annington: „Wir wollen, dass Sie zufrieden sind.“ Großes
Gelächter im Saal. Bernhard von Grünberg: „Es fehlt mir der
Glaube! Diese Firma ist nicht das Gelbe vom Ei.“ Immer wieder
wies von Grünberg auf die Mietminderung hin und auf die Beratung
für die Mitglieder durch den Mieterbund.
Es wurde auch die teure Hotline der
Annington angesprochen, die wie Schmitt meinte, zur Hälfte der
Kosten von der Annington getragen werde. Schmitt und Krämer
wurden auf die Hausmeister angesprochen, die nach Meinung der
Mieter völlig überflüssig seien, weil kaum sichtbar. Der Schnee
wurde von den Mietern selbst weggeräumt.
Wenn man Schmitt glauben will,
dann wird alles besser. 144 neue Mitarbeiten seien eingestellt
worden. Manfred Rademacher vom WuB-Vorstand erhielt nach der
Versammlung eine Mail von Dirk Schmitt. Dort heißt es: „Natürlich
sollen sich Ihre positiven Erfahrungen mit uns fortsetzen, und
wir hatten uns ja am Rande der Mieterversammlung konstruktiv
darüber verständigt. Die Anliegen der Mieterversammlung
(Haustierhaltung, Grünschnitt, Nebenkosten, Balkon) sind alle in
Bearbeitung.
Selbstverständlich sind Sie herzlich eingeladen, uns einmal in
Bochum zu besuchen. Wenn man sich vor Ort ein Bild gemacht hat,
kann das dazu beitragen, das Bild zu schärfen. Wie Sie wissen,
haben wir in den letzten zwei Jahren mehr als 340 Millionen Euro
in unserem Bestand investiert und werden auch weiterhin
investieren. Wir sind seit fast zehn Jahren in fester Hand und
bewirtschaften den Bestand nachhaltig. Das heißt nicht, dass wir
jedes Jahr in jedem Objekt den gleichen Betrag investieren.
Deshalb kommt es auch vor, dass manche Objekte frisch
modernisiert sind, andere nicht. Bei der Modernisierung müssen
wir auch immer darauf achten, dass die Mieten nicht zu stark
steigen. Neben der Instandhaltung und Modernisierung kümmern wir
uns über unsere beiden Stiftungen um Mieter in Not. Gemeinsam
mit der Stiftung Lesen und der WAZ-Gruppe verschenken wir an
alle Mieter Lese-Sets für die Kinder. Wir unterstützen
Kindergärten und Schulen. Mit der Caritas haben wir ein
Quartiersmanagementprojekt aufgebaut. In Bonn sprechen wir
gerade mit dem Verein für Gefährdetenhilfe im Rahmen des
Handlungskonzepts Tannenbusch. Wir kaufen Energie billiger ein
und geben die Vorteile an Mieter weiter (zum Beispiel in
Dortmund). Wir lassen Müll trennen und reduzieren dadurch
Nebenkosten (zum Beispiel in Frankfurt). Viele weitere Beispiele
lassen sich nennen, aber manche davon kennen Sie auch schon.“
Das
alles hört sich gut. Rademacher vom Wirtschafts- und
Bürgerverein arbeitet mit Dirk Schmitt und Ralf Krämer der
Deutschen Annington gut zusammen und konnte für verschiedene
Mieter einiges zum Positiven bewirken. Bei einer Mieterin fiel
die Heizung aus, drei Wochen lang. Erfolg bei der Annington
null. Erst als sich Rademacher für die Mieterin eingesetzt
hatte, wurde ihr geholfen. Auch marode Kellerfenster werden
endlich ersetzt und anderes mehr. |
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Willy Kuhn erhält
den Duisdorfer Esel vom TKSV für besondere Verdienste im
Ortsgeschehen |
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Foto: Manfred Rademacher |
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MRad. So langsam füllt sich das
Sälchen unter der Duisdorfer Rochuskirche. Der Turn- und
Kraftsportverein Bonn-Duisdorf (TKSV) hat zum traditionellen
Ordenfest eingeladen. Emsig, ja vorbildlich, wird die Gästeschar
von der holden Weiblichkeit mit Kölsch und anderen Getränken
verwöhnt.
Zwei mit goldgestreiften Westen auf
schwarzem Grund, Walter Nettekoven (Foto links) und Manfred
Fietz (Foto rechts) des TKSVs, treffen kurz noch ein paar
Absprachen und schon geht’s los: Walter Nettekoven begrüßt alle
recht herzlich und lässt die illustre Gesellschaft, teilweise
kostümiert, wissen, dass die aktiven Ringer ins Oberhaus des
Ringersports, in die 1. Bundesliga, aufgestiegen sind. Die
Mannschaft macht sich lautstark bemerkbar und bringt Stimmung in
den Saal. Neben vielen Vereinschefs stehen Geschäftsleute,
Politiker und einige Presseleute. Für einige Politiker hat der
Wahlkampf in NRW bereits begonnen und so lassen sie sich beim
TKSV mit Scheck in Vorhalte sehen. Warme Worte fallen. „Das ich
das noch erleben darf“, frotzelte ein Gast.
Bei dieser Feierlichkeit werden
nicht allein Schecks und Karnevalsorden an den „Mann“ gebracht,
sondern auch alljährlich der Duisdorfer „Essel“, der an
verdiente Menschen des Duisdorfer Ortsgeschehens, nunmehr zum
sechsten Mal, verliehen wird. Ein kunstvoll gestalteter Esel von
der Inhaberin des Blumenhofes Marion Schmidt (Foto).
Waren es vorher Toni Mai, Heinrich
Sax, Paul Bogner, Pfarrer Benno Leiverkus und Rudi Fröhlich,
sollte es diesmal ... Der Verdienstvolle fehlte noch. „Der
Preisträger wird wie bisher am Abend der Verleihung überrascht.
Somit hofft der TKSV, dass die zu ehrende Person nicht
verhindert ist, um den Esel entgegennehmen zu können“, betont
der Esel-Ideengeber Manfred Fietz und strahlt. Ein bekannter
Mann betritt den Raum und schon geht die Fietz-Laudatio auf
Willy Kuhn (Foto 2.v.l.) los. „Willy Kuhn wird von vielen als
der dienstälteste Nikolaus Deutschlands bezeichnet. Denn
immerhin macht er dies schon seit 60 Jahren. Seine Geschichten
und Gedichte rund um die Weihnachtszeit sind schon legendär.
Würde er bei seinen Auftritten nicht hin und wieder an die
Redezeit erinnert, er käme ganz bestimmt dem Osterhasen ins
Gehege.“ Schallendes Gelächter. Die jahrzehntelangen Aktivitäten
des Geehrten spricht Manfred Fietz an, dazu die 50 Jahre
Mitgliedschaft im Festausschuss BMVg und ... und ... und ... Die
beiden Sympathieträger des TKSV, Walter Nettekoven und Manfred
Fietz, sind sich einige und geben Willy Kuhn ganze zwei Minuten
der Dankesworte. Erneut lautes Lachen. Wer Willy Kuhn kennt,
weiß längst, dass er ein geübter Redner ist und das auch noch
humorvoll. Die TKSV-Aufstiegsjungs sind begeistert. „Mann Alter,
ist der cool!“ tönt es locker vom Hocker aus den Reihen.
Danach großes Händeschütteln mit dem
Willy. „Der hat es verdient ...“ oder „...es hat den Richtigen
getroffen, wie oft hat der auf der Bühne bei den Derletalfesten
gestanden“, kam von den Gratulanten. Willy Kuhn sagte ein Mal,
kurz bevor er aufhörte: „40 Jahre Bühne ist genug!“ Eine ältere
Dame hörte diese Aussage anlässlich des Derletalfestes und
fragte: „Ist das ein Schauspieler?“
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Vorweihnachtsfeier
beim Roten Kreuz
H.K. Die Helferinnen der Ortsgruppe des
Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in Bonn-Duisdorf in der
Flemingstraße im Haus der Bonner Altenhilfe verrichten
ihre Tätigkeiten für die Allgemeinheit alle freiwillig,
ehrenamtlich und mit großem Engagement. So wurde auch in
diesem Jahr die Vorweihnachtsfeier von Barbara Reil und
ihren Helferinnen gemütlich und mit großer Liebe
gestaltet. Zur Einstimmung auf diesen stimmungsvollen
Nachmittag brachten die Kindergartenkinder des
Nachbarkindergarten mit ihren Erzieherinnen Anke Bartels
und Ricarda Paguarda Meza mehrere vorweihnachtliche
Lieder zum Besten. Der langjährige Nikolaus Willi Kuhn
und Ehefrau Anni waren in diesem Jahr Gast im Hause,
denn die Position des Nikolaus hatte dieses mal der
Ortsfestausschussvorsitzende Hans Berg übernommen. Er
freute sich sehr, dass so viele Gäste gekommen waren und
überreichte allen eine Weihnachtstüte. Aber Willi Kuhn
ließ es sich nicht nehmen, den Anwesenden kleine
Gedichte und Anekdoten aus seinem übervollem Leben zu
erzählen. Die Leiterin des Seniorenkreises Barbara Reil
und die Kreisvorsitzende des DRK Klaudia Decker
begrüßten die Anwesenden aufs herzlichste, sangen
gemeinsam mit ihnen Weihnachtslieder und erzählten
besinnliche Geschichten. Es war ein stimmungsvoller und
gemütlicher Nachmittag, der allen viel Freude bereitete.
Foto: Barbara Reil, Ricarda Paguarda Meza,
Anke Bartels und die Kinder des Kindergartens. Foto:
Horst Krien |
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Bonn-Lengsdorfer "Seniorentag" ließ 200 ältere
Mitbürgerinnen und Mitbürger
den grauen Alltag vergessen |

OFA-Chef Schada von Borzyskowski
(links) bewirtete zusammen mit der Lengsdorfer Weinkönigin Jenny
Lauterbach (rechts) die Senioren.
Foto: M. Rademacher
MRad. Immer dann, wenn in
Bonn-Lengsdorf der „Seniorentag“ angesagt ist, finden sich recht
zahlreich die älteren Lengsdorfer Mitbürgerinnen und Mitbürger
auf Einladung des Lengsdorfer Ortsfestausschusses (OFA) im
Lengsdorfer Vereinshaus ein. So auch als Gast der Duisdorfer
OFA-Chef Hans Berg, der am Promi-Tisch mit der Lengsdorfer
Weinkönigin, Jenny Lauterbach, Pfarrer Wolfgang Harnisch,
CDU-Politikerin Maria Vianden und anderen mehr, Platz genommen
hatte.
Diesmal waren es rund 200 Gäste, die
der Lengsdorfer Ortsfestausschussvorsitzende, Christoph-Josef
Schada von Borzyskowski, begrüßen konnte. Unter der Gästeschar
mit 95 Jahren, Maria Knott, die mit einem großen Blumengebinde
als älteste Teilnehmerin geehrt wurde. Bei den Herren war mit 87
Jahren Paul Welter der älteste Teilnehmer. Er konnte sich über
einen edlen Tropfen des heißbegehrten Lengsdorfer Weines freuen.
Freuen konnten sich auch alle
Besucher des Seniorentages, denn gleich zu Beginn der
Festveranstaltung wurden die älteren Gäste mit Kaffee und
belegten Schnittchen verwöhnt. So ließ es sich gut aushalten.
Rundherum nur glückliche Gesichter. Für einige Stunden den
grauen Alltag vergessen, so war zu hören. Dafür sorgte in erster
Linie an diesem Nachmittag ein tolles Unterhaltungsprogramm, was
den älteren Menschen über 70 viel Freude bereitete.
Mit den Gedichtsvorträgen der
katholischen Frauengemeinschaft wurde das Programm der
Unterhaltung eröffnet. Wolfgang Fiedler begeisterte mit seinen
Sketchen. Der Lengsdorfer Gesangverein „Liederkranz“ erfreute
die vielen Besucher mit bekannten Liedern. Zwischendurch
richtete Pfarrer Wolfgang Harnisch einige Worte an die Senioren.
Und Lieder zum Mitsingen aus den 50er und 60er Jahren
präsentierten Erich & Hans. Den Abschluss des tollen
Unterhaltungsprogramms, wie sollte es auch anders sein,
bestritten die bekannten und beliebten „Goldigen Herzen“ aus
Lengsdorf.
Ein großes Kompliment an den Chef
des OFA, Christoph-Josef Schada von Borzyskowski, und nicht
zuletzt auch an die Lengsdorfer Ortsvereine, die diesen
gelungenen Nachmittag für die älteren Menschen geschaffen haben.
Wie vom OFA-Chef Schada von Borzyskowski zu hören war, haben
rund 40 Mitglieder der Vereine für einen reibungslosen Ablauf
dieser Großveranstaltung gesorgt. Die Palette des Einsatzes
reichte vom Schnittchen-Service über den Auf- und Abbau des
Mobiliars im Saal bis hin zum Ausschank einiger guter Tropfen
edlen Rebensaftes.
„Die älteren Gäste sind sehr dankbar
und bescheiden“, meinte Schada von Borzyskowski und sie würden
gern mal ein Gläschen mehr trinken. Wenn sich da die Sparkasse
KölnBonn und die VR-Bank Bonn erkenntlich zeigen würden. „Ich
würde mir schon wünschen, dass da etwas mehr käme“, betonte der
OFA-Chef. Denn, wenn er die Berichte mit Fotos der
Scheckübergaben in Zeitungen sehe, komme Lengsdorf nach seiner
Meinung zu kurz. Hätte er nicht die Finanzen aus dem Lengsdorfer
Köttzug anlässlich der Kirmesveranstaltung, dann sehe es düster
aus. Schließlich wird der Seniorentag zu 100 Prozent vom
Köttzug-Geld, von den Spenden der Lengsdorfer Geschäftswelt und
den Privatleuten, finanziert.
Auf
www.wub-tv.de steht ein Video-Clip. |
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Das traditionelle
Ostereiersuchen bei den Waldfreunden
lockte viele Besucher auf
den Grillplatz

H.K. Der Wettergott hatte ein Einsehen und
bescherte dem Verein der Waldfreunde St. Hubertus 1926 in
Bonn-Duisdorf sowie den zahlreichen Besuchern auf dem
vereinseigenen Grillplatz einen angenehmen Tag.
Zum traditionellen Ostereiersuchen am Ostermontag
kamen viele Kinder mit ihren Eltern, Großeltern, Tanten, Onkeln
und Bürger aus Duisdorf auf den Grillplatz. Der Vorsitzenden des
Vereins, Klaus Deckert, konnte auch die Duisdorfer Weinkönigin
Eva I. und den Ortsfestausschussvorsitzenden Hans Berg begrüßen.
Die Waldfreunde hatten die Ostereiersuche so gestaltet, dass in
verschiedenen Altersgruppen jedes Kind sein Nest mit dem
Osterhasen, den Eiern und den Schoko-Eiern mit nach Hause nehmen
konnte. Kein Kind ging leer aus. Die Weinkönigin überraschte die
Kleinkinder mit Tüten von Schokoladen-Ostereiern. Rund 150
Osternester wurden im Wald versteckt. Das bewährte Grill- und
Getränketeam der Waldfreunde hatte alle Hände voll zu tun, um
den großen Hunger und Durst der Besucher zu stillen. Die Küche
konnte am zweiten Ostertag Zuhause kalt bleiben. |
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Ostereierschießen
bei den
St.
Hubertusschützen war ein echter Renner
H.K. Groß war der Andrang bei der St.
Hubertusschützenbruderschaft Duisdorf zum Ostereierschießen.
Viele Bürger wollten mit dem Luftgewehr, dem Kleinkalibergewehr
oder der Kleinkaliber Pistole ihre Schießfertigkeiten beweisen.
Auch die Jugendlichen ab zehn Jahre kamen dieses Jahr nicht zu
kurz: Der Verein hatte eigens zum Eierschießen ein
Luftdruckgewehr für kleine Plastikkugeln angeschafft (auf dem
Foto Aufsicht Schützenbruder Benno Weber mit Yanik Bonnmann).
Der Ehrgeiz der Schützen war groß, gab es doch
für jeden Schuss ins Schwarze ein bunt-bemaltes Osterei oder ein
Schokoladen-Osterei. Brudermeister Dieter Augustintschitsch und
seine Schützenbrüder hatten reichlich vorgesorgt, denn 2.500
bunte Ostereier gab es zu verteilen. Und die Schützenschwestern
hatten sich, wie jedes Jahr, mit leckeren selbstgebackenem
Kuchen und Torten bestens auf den Genuss der Besucher
eingestellt. Aber auch gegrillte Steaks und Grillwürstchen sowie
Kölsch vom Fass und andere Getränke sorgten für das leibliche
Wohl. |
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Café Schell spendet für die
Bonner Tafel
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MRad. Die Freude beim
Bonner-Tafel-Team war groß, so auch beim Vorstand des Bonner
Wirtschafts- und Bürgervereins (WuB), als kürzlich Gertrud
Schell (rechts) des Café Schells in der Rochusstraße drei Körbe
Brot der WuB-Vorsitzenden Antje Krien als Spende überreichte.
Dazu spendete Markus Schell, Inhaber des Cafés, 100 Euro für die
Bonner Tafel. Dieses Geld stammt aus dem Erlös der
Weihnachtslesung (mehr unter
„Vermischtes“), die bei den Duisdorfern gut ankam.
Markus Schell versicherte dem
WuB-Vorstand, dass es nicht die letzte Brotspende sein wird.
Bereits seit einiger Zeit spendet das bekannte Bonn-Duisdorfer
Café Schell für die Bonner Tafel von Zeit zu Zeit Backwaren in
verschiedener Form. Überdies hat
Markus Schell der WuB, die die
Bonner Tafel unterstützt, wie auch die Inhaber anderer
Duisdorfer Geschäfte (Boutique Flash, Rochusstraße,
Haushaltwaren Schneider, Rochusstraße, Optik Kafarnik,
Rochusstraße, Engel-Apotheke, Rochusstraße, Gaststätte „Zum
Stern“, Rochusstraße, Jeans-Geschäft „Fifty Five“, Am Burgweiher
und Friseur-Team Greuel, Villemombler Straße) erlaubt, ein
Sparschwein für die bedürftigen Menschen aufzustellen.
Liebe Leserinnen und Leser, der WuB-Vorstand
dankt schon jetzt allen Spendern für die gute Tat! Jeder Euro
hilft! Sicherlich tun Ihnen, die nicht gerade auf der
Schattenseite des Lebens stehen, ein paar Euro für die armen
Menschen nicht weh. Denn allein über 2000 Kinder leben in Bonn
in Armut und sind auf die Bonner Tafel angewiesen. Mehr über die
Bonner Tafel erfahren Sie unter
www.bonner-tafel.de. |
Rudi Fröhlich und Herbert
Engel im
Duisdorfer Rathaus
ausgezeichnet
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H.K. „Der heutige Empfang soll Dank und
Anerkennung für ihr Engagement im Stadtbezirk Hardtberg sein“,
so begrüßte Bezirksbürgermeisterin Petra Thorand die vielen
Vertreter der Duisdorfer, Lengsdorfer und Brüser Berger
Ortsvereine, der Polizei, aber auch einige Abgeordnete der
Bezirksvertretung hatten den Weg ins Rathaus gefunden.
Die Hardtberger Vereine bieten das ganze Jahr
über den Bürgern und Gästen des Stadtbezirks eine Vielzahl von
attraktiven Festen und Aktionen, die erheblich zur
Lebensqualität beitragen. Zu den Höhepunkten der
Vereinsveranstaltungen zählen der Karneval, die Weinfeste in
Duisdorf und Lengsdorf, die Seniorentage, die
Kirmesveranstaltungen, die Stadtteilfeste und die Mitwirkung
beim Derletalfest und beim Adventsmarkt. Diese Aufzählung gibt
aber nur einen kleinen Überblick über die anderen vielfältigen
Aktivitäten. Daher ist es besonders wichtig, dass die
ehrenamtlichen Tätigkeiten öffentlich gewürdigt werden. Im
Hardtberg ist es guter Brauch, dass Personen mit herausragenden
Verdiensten um den Stadtbezirk mit der Hardtberg-Medaille
ausgezeichnet werden. In diesem Jahr wurde Rudolf Fröhlich
(rechtes Foto) durch die Bezirksbürgermeisterin Thorand (rechts)
ausgezeichnet. Er engagiert sich seit Jahrzehnten für den
Ortsfestausschuss als Zeugwart, gestaltete die Dekorationen beim
Wein- und Oktoberfest in der Duisdorfer Mehrzweckhalle und
anderen Veranstaltungen. Er ist immer da, wenn der Verein der
Waldfreunde handwerkliche Arbeiten zu verrichten hat, hier ist
er auch 2007 Ehrenmitglied geworden. Bei der St.
Hubertusschützenbruderschaft ist er seit sieben Jahren aktives
und vorher jahrzehntelanges inaktives Mitglied. In der Zeit
2007/2008 war er Schützenkönig, die Grillhütte auf dem Gelände
der Schützen zeigt von seinem handwerklichen Können. Aber auch
die Schilder am Duisdorfer Ortseingang zur 1200 Jahr Feier sind
sein Werk, das inzwischen viel Anerkennung in der Bevölkerung
erhielt. Für all sein ehrenamtliches Mitwirken wurde Rudi
Fröhlich bereits 1991 die Verdienstmedaille des Verdienstordens
der Bundesrepublik Deutschland verliehen. 2006 wurde er vom Bund
der Historischen Schützenbruderschaften mit dem silbernen
Verdienstkreuz ausgezeichnet. Er hat sich für die Bürger und den
Stadtteil ehrenamtlich verdient gemacht.
Eine weitere Ehrung nahm dann der
stellvertretende Amtsleiter der Bonner Berufsfeuerwehr Marcus
Hinz (linkes Foto, rechts) vor. Er verlieh dem Brandinspektor
Herbert Engel (linkes Foto, links) für 40-jähriges
Feuerwehrleben das Feuerwehr Ehrenkreuz in Silber. Herbert Engel
ist ein großes Vorbild für seine Kameraden und hat hervorragende
Leistungen im Feuerlöschwesen des Löschzuges Duisdorf gezeigt.
Er ist Leiter des Tambourcorps der Feuerwehr und hat 2003 die
Leitung der Wache kommissarisch übernommen, bis eine endgültige
Leitung verfügbar war. Auch die Feierlichkeiten zum 100-jährigen
Jubiläum der Duisdorfer Feuerwehr hat er vorbereitet und mit
Bravour durchgeführt. Anschließend blieb noch viel Zeit, um sich
mit anderen Vereinsvertretern auszutauschen.
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555 Euro spendet Frau Ohm für die
Duisdorfer Rochusschule
MRad./I.K.H.
Vor einigen Wochen sah Marlene Ohm des Haushaltwarengeschäftes
Schneider in der Bonn-Duisdorfer Rochusstraße im Fernsehen einen
Beitrag zum Thema „Offene Ganztagsschulen“. Dieser Beitrag
machte ihr klar, dass an diesen Schulen die Gelder fehlen. Dies
war für die sympathische Geschäftsfrau Anlass genug, um eine
Spendenaktion für die benachbarte Rochusschule ins Leben zu
rufen. Sie selbst hatte dort vor rund 40 Jahren die Schulbank
gedrückt. Dazu kommt, dass ihr Sohn, heute selbst Pädagoge,
ebenfalls dort zur Schule ging. Für sie stand sofort fest: Der
Erlös der verkauften Haushaltwarenprodukte geht an den
Förderverein der Duisdorfer Rochusschule. Denn durch die
zentrale Lage ihres Geschäftes hat Frau Ohm seit vielen Jahren
ständigen Kontakt zu den Schülerinnen und Schülern, zu den
Eltern und natürlich auch zur Lehrerschaft.
Sie sprach ihre Zulieferfirmen an und bat um
Produktspenden für ihr Vorhaben. Diese Spenden präsentierte sie
in ihrem Schaufenster und machte deutlich, dass der Warenverkauf
für einen guten Zweck sei. Bereits mehrere Tage vor der
Duisdorfer Gewerbeschau hatte sie durch ihre Werbung im HBB auf
diese gute Tat hingewiesen.
Wer Marlene Ohm (Foto rechts) kennt, der weiß
längst, dass sie gern hilft und der soziale Aspekt bei ihr eine
große Rolle spielt. So war die Freude groß, als sie der
Vorsitzenden Dr. Karin Gömann (Foto links) des Fördervereins den
stolzen Betrag von 555 Euro überreichen konnte. Wie von der
freudestrahlenden Chefin des Förderverein der Rochusschule zu
hören war, soll der Betrag für Lehrmaterialien, für eine
erweiterte Ruhezone sowie auch für neue Spielgeräte verwendet
werden.
„Schenke anderen
Menschen Freude, denn Freude freut!“ Man könnte annehmen, das
dieser Ausspruch bei ihr Pate gestanden hat.
À la
bonne heure, Frau Ohm!
Foto: I. Knott-Heinzler |
Zwei Schäferhundwelpen
brachten große Freude
in die
Königin-Juliana-Schule
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MRad.
Die Kinder der Bonn-Duisdorfer Königin-Juliana-Schule staunten
nicht schlecht, als sich plötzlich zwei Schäferhundwelpen im
Klassenzimmer tummelten. Die zehn Wochen jungen Tiere waren
außer Rand und Band. Sie hatten auf ein Mal viele
Spielkameraden. Eigentlich nicht verwunderlich, dass Weika und
Wisko immer wieder gestreichelt wurden, denn die beiden
Schäferhunde des bekannten Lengsdorfer Züchters, Hermann
Schneider, „sind ja so süß“, wie die Kinder feststellten. Keine
Frage, die beiden Jungtiere hatten die Kinder zum Knuddeln gern.
Ein kleiner Junge rief laut und strahlte: „Frau Schönherr, das
ist der schönste Tag in meinem Leben!“ Denn Gisela Schönherr,
die sich mit großer Hingabe um die behinderten Kinder seit
vielen Jahren kümmert, hatte dieses Treffen arrangiert.
Wie vom Züchter Schneider und seiner
Frau Helga (Foto rechts) zu hören war, hatten sie den
Schülerinnen und Schülern mit ihren Welpen zum zweiten Mal einen
Besuch abgestattet.
„So erreichen die Kinder Vertrauen
zu Tieren, denn verschiedene Kinder sind ängstlich, wenn sie
einen Hund sehen“, betonte der international bekannte Züchter,
Hermann Schneider (Foto), der seit vielen Jahren erfolgreich
Prachtexemplare von Schäferhunden züchtet und seine Tiere in
alle Welt verkauft. Einer der beiden Welpen wird schon bald den
Weg nach Holland zu einem neuen Herrchen antreten. Der zweite
Hund geht voraussichtlich nach Gummersbach.
Dieser Besuch bei den Kindern wird
nicht der letzte sein, wie von Hermann Schneider zu hören ist.
Frau Schneider und ihr Mann, beide wollen wieder kommen und den
Kindern mit den Tieren Freude bereiten. |
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Die
HBB-Redaktion im Gespräch mit
Dr. Edmund
Haferbeck der
Tierrechtsorganisation PETA Deutschland
HBB:
Was Sie auf Ihrer
Homepage
www.peta.de/zoohandel präsentieren müsste alle Tierfreunde
auf den Plan rufen. Was soll ein Tierfreund unternehmen, wenn er
solche Missstände in Tierhandlungen, wie Sie sie im Video-Clip
auf Ihre Website zeigen, sehen? Abgesehen von einer Anzeige, die
viele Menschen aber scheuen, weil sie keinen Ärger haben wollen.
Dr. Edmund Haferbeck:
Immer in Form eines Gedächtnisprotokolles, am besten natürlich
mit Fotos oder Video untermauert, an PETA Deutschland e.V.
melden. Im Übrigen sollte jeder Tierfreund und erst Recht jeder
Tierrechtler vermeiden, in solche Zootierfachhandlungen
überhaupt zu gehen, denn Zubehörartikel für die Liebsten zu
Hause bekommt man auch in unbedenklichen Fachhandlungen (ohne
Tiere) oder über den Versandfachhandel, beispielsweise
veganbasics.
HBB:
Sie engagieren sich seit vielen Jahren für die Tierwelt, damit
sie artgerecht Leben kann. Haben Sie in solchen Fällen, wie Sie
sie auf Ihrer Website zeigen, Anzeigen erstattet? Wenn ja, mit
welchen Erfolgen? Gab es bereits Schließungen solcher übler
Tierhandlungen?
Dr. Edmund Haferbeck:
Diese Undercover-Recherche über Zootierhandlungen war sehr
schwierig und hat fast zwei Jahre in Anspruch genommen. Wir
haben gegen sieben Zootierhandlungen im Januar 2008 Strafanzeige
erstattet, überwiegend sind bereits Ermittlungsverfahren
eingeleitet worden. Es handelt sich um die Staatsanwaltschaften
Arnsberg, Wiesbaden, Bonn, Duisburg und Düsseldorf. Im ZZF hat
es massive Auseinandersetzungen über die Bilder aus den
Geschäften des Präsidenten und der Vizepräsidentin gegeben.
Ausgangspunkt der PETA-Recherchen waren die auch gerichtlich
ausgetragenen Auseinandersetzungen mit der Zootierhandlung „Krämer’s
phantastische Tierwelt“ in Fellbach bei Stuttgart, wo wir
internes Material von einer Whistleblowerin hatten.
HBB:
An was machen Sie es fest, dass es immer wieder solche
Tierhandlungen gibt, die die Tiere nicht artgerecht halten. Ist
es das nicht ausgebildete Personal? Oder räumen Sie eher die
Geldgier dieser Tierhandlungen, die ja überwiegend in Baumärkten
und Gartencenter zu sehen sind, ein, um möglichst viele Tiere
auf engstem Raum zu halten?
Dr. Edmund Haferbeck:
Beides: Die Zahlen werden völlig unterschätzt: Es gibt rund 1600
Zootierfachhandlungen, davon sind im ZZF rund 750 Mitglied. Die
Branche setzt jedes Jahr knapp 4 Milliarden Euro um, bei rund 23
Millionen Heimtieren und rund 100 Millionen Fische in
Privathaushalten kein Wunder. Die „Ware Tier“ ist hier
quantitativ weitaus mehr degradiert als in den „öffentlichen“
Tierschutzthemen wie Pelztierzucht oder Zirkus. Vielfach werden
die Tiere als „Stück“ ausgepreist, was viel über die Haltung der
Branche gegenüber den grundgesetzlich geschützten Mitgeschöpfen
aussagt. Und sogar der Bundesverband für fachgerechten natur-
und Artenschutz e.V. kritisiert die fast durchgängig
anzutreffende unzureichende Ausbildung (einen eigenen
Berufszweig gibt es nicht) der Verkäufer. Auch die
Undercover-Recherche beweist die teils fachwidrige Beratung
potentieller Kunden. Und alles verläuft im quasi rechtsfreien
Raum, da es eigene Gesetzlichkeiten für den Zootierfachhandel
nicht gibt. Es fehlt ebenfalls ein Heimtierschutzgesetz, welches
die Nachfrage bremsen könnte. Aktuelle Fortschritte sind aber
dennoch zu vermelden: Das Land Hessen hat jetzt die Haltung von
gefährlichen Wildtieren in Privathaushalten verboten. |
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